Wir schaffen das wirklich: Ein Beispiel für erfolgreiche Integration

Iserlohn. (th) Die erfolgreiche Integration der nach
Deutschland geflüchteten Menschen ist aktuell eine der wichtigsten Aufgaben der
Gesellschaft. Das Beispiel von Alpha Mahmoudou Diallo zeigt, wie diese gelingen
kann.
Alpha Mahmoudou Diallo floh im März 2013 aus seinem Heimatland Guinea alleine
nach Deutschland. Ursprünglich hatte er im Sinn, als Maler und Lackierer zu
arbeiten und übte diesen Beruf auch schon im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs für die
Stadt Iserlohn aus.
Gleichzeitig besuchte er auch die private „Euro-Schule“ in Iserlohn. Die
dortige Anleiterin Claudia Lueg vermittelte ihm schließlich einen
Praktikumsplatz bei dem Büroartikelhersteller Durable. Nach einem
einmonatigen Praktikum konnte er dort seine Ausbildung zum Fachlageristen
antreten.
Auch die Agentur für Arbeit unterstützte Alpha Mahmoudou Diallo. Dort gibt es
einen sogenannten „Integration Point“, der sich speziell um geflüchtete Menschen
kümmert. Gezielt werden diese angesprochen, da nicht jedem Flüchtling die
Leistungen der amtlichen Arbeitsvermittler bekannt sind. „Wir haben früh
gemerkt, dass wir einen Beitrag leisten müssen“, sagt Sandra Pawlas, Vorsitzende
der Geschäftsführung der Iserlohner Arbeitsagentur.
Doch nicht nur bei der Vermittlung an einen Arbeitsplatz unterstützt der
„Integration Point“, er bietet beispielsweise auch Nachhilfe für die
Berufsschule. Dort haben es die Geflüchteten teilweise schwer, da kaum Rücksicht
auf ihren Hintergrund genommen wird.
Insgesamt kann ein solch positives Beispiel aber nur funktionieren, wenn alle
Akteure zusammenarbeiten. In Iserlohn ist dies vorbildlich gelungen. Dass es
„nur im Team“ geht, sagt auch Horst-Werner Maier-Hunke, Geschäftsführer der
Firma Durable. Er ist fest davon überzeugt, dass mit kleinen Maßnahmen viel
bewegt werden kann. Integration ist auch für ihn persönlich ein wichtiges
Anliegen.
Auch Özgür Gökce, Geschäftsführer der „Euro-Schulen“ in Westfalen, ist
erfreut über die gute Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen. Er erinnert an
das Motto der Bundeskanzlerin in Bezug auf die Flüchtlingssituation und sagt:
„Wir schaffen das wirklich“.