Zwei Sphären für neu angelegte Grünanlage in Iserlohn

Iserlohn. Vielen wird noch in Erinnerung sein, dass die große etwa
150 Jahre alte Blutbuche an der Kreuzung Am Tyrol / Gartenstraße (vor
der Musikschule) in Iserlohn gefällt werden musste, da das Wurzelwerk von der
Weißfäule befallen und die Standsicherheit des Baumes nicht mehr gegeben
war.

Vor der eigentlichen Umgestaltung der Grünfläche, in der die Buche stand,
wurde durch den Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer zunächst ein neuer Baum
(Gleditschie) gepflanzt und eine vorläufige Begrünung durchgeführt. Nachdem die
Planung für die neue Grünanlage durch die Abteilung Stadtentwicklung und
Freiraumplanung der Stadt Iserlohn abgeschlossen war und die entsprechenden
Haushaltsmittel in Höhe von 35.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden, konnte
mit der Neugestaltung der Grünfläche begonnen werden.
Entstanden ist ein repräsentativer Sitzplatz aus Natursteinblöcken mit
Holzauflagen und zwei Sitzbänken. Außerdem wurden Pflasterarbeiten und
Neupflanzungen durchgeführt und ein Abfallkorb aufgestellt. Der vorhandene Zaun
an der Musikschule wurde erneuert und die Natursteinmauer ­saniert. Um das
repräsentative Gebäude der Musikschule wieder erlebbar zu machen, wurden zudem
umfangreiche Rodungsarbeiten durchgeführt.
Schließlich wurden in der neu angelegten Grünanlage nach Abstimmung mit dem
Künstler Ingo Ronkholz und dem Leiter der Städtischen Galerie Iserlohn Rainer
Danne die beiden zwischenzeitlich eingelagerten Ronkholz-Kugeln (befanden sich
früher im Innenhof des Von-Scheiblerschen-Hauses) aufgestellt. Es handelt sich
dabei um Kunstwerke in Form von geöffneten Kugeln aus Guss-Stahl mit einem
Durchmesser von ungefähr einem Meter und einem ­Gewicht von 600 bis 800
Kilogramm. Der Künstler nannte sie „Two Spheres“ („Zwei Sphären“). Gegossen
wurden die Kugeln in der Normandie.