Auf den Spuren der ersten Einwanderer

Die Vorsitzende das Integrationsrates Aynur Akdeniz (3. v. l.), Detlef Zenke (3. v. r.) vom Integrationsrat und Hans-Joachim Berner (5. v. l.) von der Stadt Schwerte stellten gemeinsam mit Vertretern der Firma Hoesch Schwerter Profile den Ablauf des diesjährigen 5. Interkulturellen Stadtrundgangs vor. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (Red.) Seit 2008 gibt es in Schwerte den „Interkulturellen Stadtrundgang“, zu dem regelmäßig Bürgermeister Heinrich Böckelühr sowie die Vorsitzende des Integrationsrates, Aynur Akdeniz, einladen. Die Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit. Regelmäßig machen sich Bürgerinnen und Bürger auf, einen Teil des interkulturellen Schwertes kennen zu lernen.

Betriebsbesichtigung

Zur diesjährigen fünften Auflage haben sich die Initiatoren etwas ganz Besonderes ausgedacht: Anlässlich des 50. Jahrestages des türkisch-deutschen Anwerbeabkommens wird aus dem Stadtrundgang eine besondere Betriebsbesichtigung. Das Unternehmen Hoesch Schwerter Profile öffnet am Samstag, 2. Juni 2012, um 14.30 Uhr seine Tore. Gezeigt wird auf dem Betriebsgelände an der Eisenindustriestraße 1 die Ausstellung „Zwischen Kommen und Gehen und doch Bleiben – Gastarbeiter in Deutschland 1955 – 1973“.

Wanderausstellung

Die Wanderausstellung des Südwestdeutschen Rundfunks zeigt eindrucksvoll die Lebenswege der „Gastarbeiter“ der ersten Stunde. Darüber hinaus erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Arbeitswelt der Einwanderer insbesondere in diesem traditionsreichen Schwerter Unternehmen. Türkische Folkloretänze runden die Veranstaltung ab.

Kontakte spielen lassen

Die Idee zu diesem ganz besonderen Ereignis anlässlich des 5. Jubiläums des Interkulturellen Stadtrundganges kam aus den Reihen des Integrationsrates selbst. Der Erste Stellvertretende Bürgermeister Klaus-Jürgen Paul und Detlef Zenke, die selbst auch Mitglieder in diesem Gremium sind, ließen ihre Kontakte spielen und holten die interessante Wanderschau, die nach eigenen Angaben mittlerweile die erfolgreichste Ausstellung ihrer Art ist, in die Ruhrstadt. Finanziell wurde der Interkulturelle Stadtrundgang aber erst durch eine großzügige Spende der Stadtwerke Schwerte ermöglicht.