B236n-Ausbau kann nicht ideal sein

Ortstermin an der B236: Die CDU-Ortsunion Schwerte Mitte und der CDU-Kreisverband Dortmund mit ihrem Bundestagskandidaten Steffen Kanitz - zwischen Bürgermeister Heinrich Böckelühr und dem Fraktionsvorsitzenden Marco Kordt (r.) - gaben eine Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren ab. (Foto: Norbert Fendler)
Ortstermin an der B236: Die CDU-Ortsunion Schwerte Mitte und der CDU-Kreisverband Dortmund mit ihrem Bundestagskandidaten Steffen Kanitz – zwischen Bürgermeister Heinrich Böckelühr und dem Fraktionsvorsitzenden Marco Kordt (r.) – gaben eine Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren ab. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Ortstermin des „Verkehrspolitischen Runden Tisches Schwerte“ zum Ausbau der B236n am Freischütz. Gemeinsam mit dem CDU-Kreisverband Dortmund und dem Bundestagskandidaten Steffen Kanitz gaben jetzt Bürgermeister Heinrich Böckelühr und die CDU-Ortsunion Mitte eine Stellungnnahme hinsichtlich des Planfeststellungsverfahrens B236n ab.

Für Schwerte keine Entlastung

Die CDU-Ortsunion Schwerte-Mitte begrüßt die Offenlegung der Ausbauplanung von der Dortmunder Stadtgrenze bis zur A1 ausdrücklich. Das Ziel der Planung, den Verkehrsfluss und die Sicherheit des regionalen und überregionalen Verkehrs zu verbessern, sei lobenswert und werde die Stadt Dortmund deutlich entlasten. Da sich der einfließende Verkehr jedoch weiterhin von der Kreuzung der K20 (K10n) zurückstauen wird und auch alle weiteren mit Ampeln geregelten Kreuzungen (Kaufland, Robert-Koch-Platz, Wittekindstraße, Schützenstraße und Letmather Straße/Iserlohner Straße) nicht zum zügigen Abfluss des Lkw- und Pkw-Verkehrs beitragen werden, wird auf Schwerter Stadtgebiet keine Entzerrung des Verkehrs zu erwarten sein. Gleiches gilt für den Verkehr stadtauswärts Richtung A1, der weiterhin zu Rückstaus in den Nebenstraßen führen wird.

Schulterschluss

Dennoch müsse der Schulterschluss mit Dortmund gehalten werden, betonte Bürgermeister Böckelühr. Die Planungslage sei alles andere als ideal, aber „aus dem, was wir habe, müssen wir das Optimale herausholen!“

Keine Gesamtplanung

Unbestritten seien die Versäumnisse von Planern und Politikern, die seit 75 Jahren keine Gesamtplanung erstellen konnten, die zu einer deutlichen Entlastung des Schwerter Straßennetzes geführt hätte. Aus diesem Grunde seien auch die bereits beim 1. Verkehrsworkshop zur B236 und K10n im Jahr 2000 aufgestellten Forderungen, den nachhaltigen Aus- und Umbau betreffend, kurzfristig in ein weiteres Planfeststellungsverfahren eingegliedert worden. Der bis dahin aus dem Norden kommende Lkw-Verkehr (Nichtanlieger) sollte hierbei über die fertiggestellte Anschlussstelle auf die A1 geführt werden, sodass die Weiterfahrt Richtung Letmathe und Iserlohn über die A1, A45 und A46 erfolgen könnte.

Zur Auffahrt A1

Hierzu sollte eine verbesserte bauliche Lösung die Auffahrt auf die A1 begünstigen und die Weiterfahrt auf die B236 drosseln (Pförtnerlösung). Der Verkehr in Richtung Fröndenberg und Menden, der die Schützenstraße, Unnaer Straße und Langscheder Straße erheblich belastet, könnte in diesem Fall über A1, A44, B1 und B233 sein Ziel erreichen.

Beschilderung

Die bisherige B236/Hörder Straße (Letmather Straße/Bethunestraße) könnte durch eine verbesserte Beschilderung auf der A1 beziehungsweise A45 in Richtung Letmathe deutlich den innerörtlichen Verkehr entlasten, sodass die CDU-Ortsunion Schwerte-Mitte die Einleitung verkehrsregelnder Maßnahmen beantragt. Für diese Lösungen bedarf es nur einiger zusätzlicher Verkehrsschilder und Kontrollen.

Radwege-Neuplanung

Weiterhin beantragt die Ortsunion-Mitte die Neuplanung einer Radwegverbindung zwischen dem Waldweg und dem Mutter-Möller-Weg in nördlicher Richtung auf östlicher Seite der B236. Was nötig ist, denn ohne eine Neuplanung würde der Radweg in Richtung Dortmund im Nirvana verschwinden.

Diese Ab- und Umleitungen sind für Verkehrsplaner nichts Neues und der Schwerter Bürger würde von einer deutlichen Entzerrung der Verkehre profitieren. Die Pläne zum Ausbau der B236 liegen derzeit noch im Rathaus zur Einsichtnahme aus.