CDU: Schwerte braucht kein Erlebnisbad

Schwerte. Nach Auffassung der CDU-Ratsfraktion sollte das Gelände des ehemaligen Freizeitallwetterbades keiner der in der Öffentlichkeit diskutierten Nutzungen zugeführt werden. „Wir halten weder den Betrieb eines XXL-Erlebnisbades noch eine großflächige Bebauung mit Sozialwohnungen für sinnvoll“, erläutert der CDU-Fraktionschef im Schwerter Rathaus, Marco Kordt.

Marco Kordt weiter: „Wir brauchen kein XXL-Erlebnisbad, das über 15 Rutschen mit Welt- und Europaneuheiten verfügt. Schwerte muss sich mit seinem vielfältigen Freizeit- und Erholungsangebot bereits jetzt nicht verstecken.“ Zudem stelle sich die Frage, aufgrund welcher Annahmen eine derart hohe Prognose für Besucheranzahlen von mindestens 800.000 Badegästen getroffen werden konnte. Der Fraktionsvorsitzende sieht hierbei den massiven Anstieg des sowieso schon hohen Verkehrsaufkommens als kontraproduktiv für den Bereich der Ruhraue: „So etwas passt da nicht hin. Wasserschutzzone, Wassergewinnungsgelände und Naturschutz stehen in diesem Bereich über alle anderen Belangen und Interessen.“

Für Kordt reicht die vertragliche Verpflichtung des Investors, bei einem Scheitern des Projekts den Rückbau zu finanzieren, bei weitem nicht aus. Die gesamte Bevölkerung habe das Desaster mit den auch heute noch zu zahlenden finanziellen Verpflichtungen um das ehemalige Freizeit-Allwetterbad noch deutlich vor Augen. Noch einmal kann und darf die Schwerter Politik den Bürgerinnen und Bürgern so eine Pleite nicht zumuten.

Die CDU-Fraktion hält auch eine großflächige Bebauung des Areals mit Sozialwohnungen an diesem Standort nicht für sinnvoll. „Dass Bedarf an sozialem Wohnungsbau besteht ist unbestritten, jedoch nicht hier“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Unweit dieses Standortes betreibt die GWG bereits ein großes Mietwohnungsprojekt an der Ecke Lohbachstraße / Ostbergerstraße. Zudem stellen die Lärmemission sowie der Hochwasserschutz auch hier Hürden für die Projektumsetzung dar.

Die CDU-Fraktion wünscht vielmehr eine nachhaltige Einbindung des Areals in die Ruhrauen. So können alle Schwerter Bürger sowie Gäste den Erholungswert dieser zusätzlich gewonnen Fläche genießen.