Das Marienkrankenhaus wird vergrößert. Mitte 2020 soll der Anbau zwischen dem bestehenden Gebäude und der Marienkirche fertig sein. So soll das Ensemble nach Fertigstellung einmal aussehen. (Grafik: Architekt Köhler)

Schwerte. Das Marienkrankenhaus Schwerte an der Goethestraße soll Richtung Osten wachsen: Die Klinik investiert rund 10 Millionen Euro in einen neuen Trakt.

„Im Jahr behandeln wir inzwischen fast 15.000 Patienten stationär. Wir benötigen einfach mehr Platz für Untersuchungs- und Therapieräume“, berichtet Geschäftsführer Jürgen Beyer. Aus diesem Grund sind Pläne entstanden, das Marienkrankenhaus Richtung St.-Marien-Kirche nach Osten um einen 5-stöckigen Komplex plus Unterkellerung zu erweitern.

Auf dem Areal der jetzigen Kapelle entsteht im Erdgeschoss eine neue Cafeteria mit Wintergarten und Außenterrasse, darüber in den vier weiteren Stockwerken Ärztezimmer, Behandlungs-, Therapie- und Untersuchungsräume. „Darüber hinaus installieren wir drei Fahrstühle, um die innerbetriebliche Logistik wie den Bettentransport zu erleichtern und die bestehenden Aufzüge zu sanieren und zu entlasten“, so Jürgen Beyer.

2500 Quadratmeter mehr

Der umbaute Raum des Gebäudes umfasst 10.400 Kubikmeter, die hinzugewonnene Nutzfläche misst knapp 2500 Quadratmeter. „Genug, um auch im Bestand Funktionsbereiche auszulagern, die Zimmerstruktur auf den Stationen zu verbessern und somit die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen.“

Start im nächsten Winter

Die Bauzeit beträgt nach Einschätzung des Dortmunder Architekten Andreas Köhler 18 Monate. Umgesetzt werden sollen die Pläne im Winter 2018. Denn zunächst muss der Bebauungsplan geändert werden. „Der jetzt gültige stammt aus den 70-er Jahren und muss aktualisiert und durch die Ratsgremien angenommen werden. Außerdem sind die Pläne wegen der angrenzenden St.-Marien-Kirche noch mit dem Denkmalschutz abzustimmen“, erklärt Adrian Mork, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Bauen der Stadt Schwerte.

Friedrich Kebekus, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, sieht bezogen auf den Neubau und die Kapelle zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. „Die jetzige Kapelle hätte ohnehin saniert werden müssen. Sie wird im übertragenen Sinn nicht abgerissen, sondern nur verlagert.“