Dimitrios Axourgos im „Gänseblümchen“ und bei der AG60 plus

Im „Gänseblümchen“ kam Dimitrios Axourgos schnell mit zugereisten Familien in Kontakt. (Foto: privat)

Schwerte. Spielend im Gespräch mit Schwertes neuen Nachbarn: Bürgermeisterkandidat Dimitrios Axourgos nahm sich viel Zeit und besuchte kürzlich einen Nachmittag lang den Spiel- und Lern-Kiosk der Schwerter Awo im Gänsewinkel. Im „Gänseblümchen“ traf der Sozialdemokrat Familien aus Syrien, Libyen, dem Irak, aus Tadschikistan, Kirgisen und Aserbaidschan. Einige von ihnen sind erst seit ein paar Tagen dem Containerdorf für geflüchtete Menschen neben der Gesamtschule zugewiesen worden. Es stand einige Wochen leer. Auch dort sah sich Axourgos zusammen mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Angelika Schröder und der stellvertretenden SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Sigrid Reihs um. Betroffen machte die Sozialdemokraten, dass trotz des einbrechenden Winters Familien in diesen Metallcontainern untergebracht sind.

Versorgungseinrichtungen wie Küchen sind an zwei zentralen Standorten vorhanden, die Menschen müssen aber „durchs Dorf“, um diese Stationen zu erreichen. Das könne nur eine vorübergehende Notlösung sein, wenn alle anderen Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Den Kontakt zum AWO-„Gänseblümchen“ werden SPD-Ratsfraktion und der Bürgermeister-Kandidat aufrecht erhalten. Axourgos: „Das ist eine unverzichtbare Integrationshilfe für unsere neuen Nachbarn“. 15 Familien aus acht verschiedenen Nationen mit zusammen fast 40 Kindern besuchen mehr oder weniger regelmäßig das „Gänseblümchen“, das von den AWO-Fachkräften Souza Eybé, Martin Krehl etlicher Ehrenamtlichen geführt wird.

Schwerte der Zukunft

Dimitrios Axourgos besuchte auch die AG60plus und stellte über 40 Mitgliedern und weiteren Schwerter Bürgerinnen und Bürger seine Vorstellungen über ein „Schwerte der Zukunft“ vor. Dabei war den Anwesenden die „katastrophale Verkehrssituation“ in Schwerte ein besonders Anliegen. Axourgos widersprach den öffentlich geäußerten Vorstellungen,dass der Ausbau der B236 vom Dortmunder Tunnel bis zum Autobahnkreuz Schwerte die Verkehrsverhältnisse in Schwerte wesentlich verbessern könnte. Notwendig wäre eine von der Stadt und den weiteren Behörden abgestimmte Gesamtplanung gewesen, um den Ausbau der B236 weiterzuführen und zudem die betroffenen Bürger transparent und ordentlich zu informieren. Das Projekt sei ein schlecht kommuniziertes Stückwerk mit großen Auswirkungen und geringen Verbesserungen.

Ein Schwerpunkt sei für Axourgos ein zukunftsfähiges Programm mit Anreizen für junge Menschen und Familienfreundlichkeit sowie eine Stärkung der Bildungsstätten. Er sehe auch das Ausbluten von Ortsteilen und die Auswirkungen für die Lebensqualität ihrer Bewohner. Viel Zustimmung erhielt Axourgos bei seiner Aussage, die Grundsteuer und die Gewerbesteuer nicht weiter zu erhöhen.