Ferne Länder sehen!

Schwerte. (Red.) Auch in diesem Jahr vermittelt der Rotary Club Schwerte wieder den Austausch von Schülerinnen – leider diesmal keinem Schüler – in ferne Länder. Leonie geht für ein Schuljahr nach Mexiko, Helena nach Australien und Alexandra nach Argentinien. Im Gegenzug werden Mimi aus Mexiko, Anna aus den USA und Laura aus Chile in Schwerte leben und zur Schule gehen.

In der Pampa

Alexandras neue Heimat auf Zeit trägt den großen Namen Humboldt, ist aber ein eher kleiner Ort mit nur 5000 Einwohnern in der Pampa. In den drei Gastfamilien, in denen sie nacheinander lebt, wird sie jede Menge Schwestern im gleichen Alter haben. „Zwar werde ich mein Leben hier sehr vermissen, aber ich bin einfach total gespannt auf die neue Kultur und die ländliche Umgebung. Außerdem sind gerade die Südamerikaner ja bekannt für ihre Offenherzig- und Freundlichkeit“, freut sich Alexandra auf die Zeit in der Pampa.

30 Stunden Flug

Helena hat keine Angst vor wilden Tieren, vor der langen Reise schon: „Nach über 30 Stunden Flug werde ich in Rockhampton, in der Nähe des Great Barrier Reef für knappe ein Jahr mein neues Zuhause finden. Dort werde ich eine katholische Schule besuchen, in der das Tragen der Schuluniform Pflicht ist.“ Ein wenig Abenteuerlust und viel Interesse an fremden Ländern waren der Antrieb für Helena, sich für den Jugendaustausch zu bewerben.

Nach Mexiko

Leonie wechselt von der 9. Klasse des Friedrich-Bährens-Gymnasiums in das 10. Schuljahr einer Schule in Irapuato. Die Stadt liegt nördlich von Mexiko Stadt und hat etwa 380.000 Einwohner. Gleich drei Gastschwestern erwarten sie dort, doch eine von ihnen reist ein paar Tage nach Leonies Ankunft nach Leverkusen. „Aber vorher machen wir noch alle zusammen eine Woche Urlaub am Pazifik“, freut sich Leonie.

Netzwerk

Der Rotary-Jugendaustausch findet nicht 1:1 statt, das heißt, die Gastfamilien entsenden zwar auch Austauschschüler, aber nicht direkt in die Familien ihrer Gäste. So entsteht durch das Programm ein ganzes Netzwerk tiefer Verbundenheit über Kontinente hinweg. Im Unterschied zu vielen kommerziell angebotenen Programmen verfolgt Rotary das Ziel, junge Menschen zu späteren Botschaftern ihres Gastlandes zu machen und so Frieden und Völkerverständigung zu fördern. Wir sind gespannt, was uns Alexandra, Helena und Leonie berichten werden!