Gastspiel in Halle 4

Der in Berlin lebende Nachwuchsregisseur Moritz Riesewieck gibt jetzt ein Gastspiel an seiner alten Wirkungsstätte, der Rohrmeisterei in Schwerte. (Foto: privat)

Schwerte. (NO) Berlin ist jetzt die Wahlheimat von Moritz Riesewieck. Der ehemalige RTG-Schüler und Theater-Aktivist arbeitet dort als Assistent der Schaubühne und hat in diesem Monat ein vierjähriges Studium der Schauspielregie an der Ernst-Busch-Schule begonnen. Jetzt kehrt der 24-Jährige zu einem Gastspiel nach Schwerte zurück: „Nach dem glücklichen Tag“ heißt das Stück, das der Nachwuchsregisseur für die Rohrmeisterei inszeniert hat.

Aus Schwerte in die Welt

Schon in seiner Schulzeit war Moritz Riesewieck begeistert vom Theater – und machte sich früh einen Namen als Intendant des „Schwerter Staatstheaters“ in der Rohrmeisterei. Vor vier Jahren verließ er seine Heimatstadt, sammelte Erfahrungen im Düsseldorfer Schauspielhaus und am Hamburger Thalia-Theater und lernte bei einer einjährigen Weltreise diverse Bühnen und Regiestile kennen – so in Kanada, Taiwan und Australien.

Gastspiel

Jetzt führt der Weg des Schwerter Nachwuchsregisseurs wieder zurück in seine Heimatstadt – freilich nur zu einem Gastspiel auf bekanntem Terrain. „Nach dem glücklichen Tag“ heißt das Stück der 20-jährigen Autorin Gerhild, das Riesewieck mit zwei Schauspielstudenten und einer Filmschauspielerin in Halle 4 der Rohrmeisterei auf die Bühne bringt.

Glücklicher Tag

„Es gibt da einen glücklichen Tag im Leben, da läuft der ganze Sinn drin zusammen. Da kommt dann aber nichts mehr nach, da wird nichts besser. Das muss man nur im Kopf behalten, da muss man sich abfinden damit.“ Sagt Maries Mutter.

Nachdem Marie als Vierzehnjährige von zu Hause fortgelaufen war, kehrt sie zum ersten Mal seit Jahren heim zu ihrer Mutter, zu der sie jeden Kontakt abgebrochen hatte. Die Mutter lebt zurückgezogen und angeblich schwer krank in dem Haus, das Marie schon als Kind Angst machte. Begleitet wird sie von ihrem Freund Paul, der Marie zur Auseinandersetzung mit der Mutter ermutigt. Er hofft, dass seine Freundin so die Erklärung für einen sie ständig quälenden Traum findet.

In die Katastrophe

Während sich die beiden Frauen in Vorwürfen, Verdächtigungen und Ausweichmanövern den Weg zueinander versperren, entwickelt sich zwischen Paul und Maries Mutter eine geheimnisvolle Anziehung. Zugleich erlischt die Liebe des jungen Paares. Für ein glückliches Ende ist es zu spät, die Katastrophe ist nicht mehr aufzuhalten… Ein Live-Formation, die mit Jazz- und Tangoelementen experimentieren wird, verschafft dem Theaterstück eine zusätzliche Dimension.

Termine

„Nach dem glücklichen Tag“ in der Inszenierung von Moritz Riesewieck ist am Sonntag, 26. September, ab 20 Uhr sowie am Montag, 27. September, ab 11.30 und 20 Uhr in der Halle 4 der Rohrmeisterei zu sehen. Der Eintritt kostet 12, ermäßigt 6 Euro.