Gesunde Fische im Gehrenbach-See

Schwerte. (Red.) Angeln und Naturschutz – das muss kein Widerspruch sein. Durch Umweltverschmutzung und andere Eingriffe in die Natur sind bereits einige heimische Fischarten stark gefährdet. Diese gilt es zu schützen.

In diesem Sinne beauftragte kürzlich der Sportanglerverein Schwerte/Ruhr und Umgegend Michael Prill mit einer Elektrobefischung des Gehrenbach-Stausees, den der SAV seit Jahren bewirtschaftet. Der Vorstand des SAV unterstützte den Kreisfischereiberater der Stadt Unna dabei tatkräftig vor Ort.

Mit Strom

Bei dieser Art der Bestandskontrolle werden die Fische mit Strom verletzungsfrei gefangen, dann wird eine Statistik der vorkommenden Arten erstellt. Sie berücksichtigt auch die Jahrgänge der Fische, was Auskunft über eine kontinuierliche Vermehrung gibt. Im Anschluss landen die Fische unversehrt wieder im Wasser.

Gute Ergebnisse

Das Ergebnis dieser Untersuchung war für den SAV mehr als zufriedenstellend. Es zeigte sich, dass der Gehrenbach-Stausee einen ausgewogenen und gesunden Fischbestand aufweist. Ein Beispiel hierfür ist das Vorkommen von Schleien, die sich in diesem Gewässer vermehren und gut entwickeln. Neben Hechten, Karpfen, Barschen und Rotaugen wurde auch ein Bestand an Bitterlingen nachgewiesen, die als teilweise gefährdet gelten.

Neben dem Gehrenbach-Stausee befinden sich auch Teile der Ruhr im Zuständigkeitsbereich des SAV und genießen die Hege und Pflege des Vereins. Dem SAV ist es mit zu verdanken, dass sich die heimische Bachforelle dort wieder fortpflanzt und optimale Lebensbedingungen findet.