Konzept für Schwerter Gästehaus steht

Hoffen auf die Verwirklichung des Projekt „Gästehaus“ auf dem Rohrmeisterei-Gelände (v.l.): Gisela Mendel vom Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe), die Konzeptentwicklerin Anne Pferdekämper sowie Tobias Bäcker und Rechtsanwalt Michael Schade von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Wie teuer es werden soll, steht in den Sternen, der Standort ist noch nicht genau bestimmt, wie es aussehen soll, weiß noch keiner. Doch immerhin liegt schon mal ein 80 Seiten umfassendes Konzept für das schon seit längerem geplante Schwerter Gästehaus vor. Die Förderanträge werden jetzt eingestielt. Tobias Becker von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei hat schon vorgefühlt. „Damit ist die Basis für den späteren Bau gelegt“, so Bäcker zuversichtlich. Für die Verwirklichung des Projekt muss allerdings auch noch der in neun Jahren auslaufende Erbbauvertrag für die Rohrmeisterei-Nutzung von der Stadt verlängert werden.

20 Zimmer

Erarbeitet wurde das detailreiche Konzept „Gästehaus“ von der Schwerter Rehabilitations-Pädagogin Anne Pferdekämper. Das Projekt wird aus dem EU-Topf „Stärken vor Ort“ gefördert. Laut Planung soll das Gästehaus auf dem Gelände der Rohrmeisterei errichtet werden und als wirtschaftlich tragfähiger, ganzjährig geöffneter Integrationsbetrieb mit 20 barrierefreien Zimmern zum Übernachtungspreis von 30 bis 40 Euro geführt werden. Es soll Menschen mit und ohne Behinderung – Gäste können Künstler, Besucher der Ateliers und der Rohrmeisterei, Radfahrer oder Reisende sein – Arbeits- und Unterkunftsmöglichkeiten bieten. Laut Konzept umfasst das Team sechs Vollzeitkräfte, wobei die Hälfte aus Menschen mit Behinderungen bestehen muss, um als Integrationsbetrieb zu gelten.

Teil des Gesamtkonzepts

„Das Gästehaus könnte schon 2013 bezugsfertig sein“, spricht Tobias Bäcker optimistisch ins Blaue. Doch damit ist kaum zu rechnen, wollen doch zuerst einmal die planerischen „Hausaufgaben“ erledigt werden. Zunächst einmal steht am 22. Oktober 2011 die Vorstellung der Studentenpläne an, wie das Rohrmeisterei-Gelände an die Innenstadt angebunden werden kann. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Pläne für die Neugestaltung des Ensembles Museum – Marktschänke – St. Viktor. Gelingt es, den Komplex Rohrmeisterei – Gästehaus harmonisch in ein schlüssiges Gesamtkonzept einzufügen, würden davon alle Projekte profitieren. Und das Gästehaus könnte in nicht allzuferner Zukunft Gestalt annehmen.