Lebendige Kleingartenkultur: 70 Jahre Amselgezwitscher in Schwerte

Die Kleingartenanlage „Amsel“ kann in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiern. Pächterfamilie Hüppe ist eine Säule der Gemeinschaft der Gartenfreunde und schon seit Jahrzehnten in den Amselgärten aktiv. (Foto: Andrea Reinecke)

Schwerte. (Red.) Festlaune und Gartenlust sind angesagt im 70. Jahr der Kleingartenanlage Amsel. Die Erneuerung ist in vollem Gange. So haben schon im vergangenen Jahr viele Parzellen aus Altersgründen oder durch Todesfälle neue Gärtnerinnen und Gärtner bekommen. Spielplatz, neue Bänke, bessere Beleuchtung: Es gibt noch viel zu tun bis zu den Festtagen Ende Juni.

78 Gärten umfasst die Kleingartenanlage „Amsel“, die Tradition mit einer zeitgemäßen Ausrichtung zu verbinden weiß. „Mit dem Prozess der Erneuerung sind wir noch nicht durch, und auch 2018 erwarten uns viele Wechsel“, so die Vorsitzende Marion Petereit. „Wir brauchen Gartenliebhaber, die zum Team passen und Freude an der Arbeit im Garten haben. Aspiranten sind da, wir müssen klug wählen.“ Da ist es gut, wenn die Idee einer frischen und modernen Kleingartenkultur von Vielen getragen wird.

Familienfreundliche Gastlichkeit

Die „Amsel“ kann neben der idealen Lage in der Nähe zu Altstadt und Ruhr auch als kommunikativer Ort in der Stadt punkten. Da spielt das Vereinsheim eine große Rolle. Pächterfamilie Hüppe, seit vielen Jahrzehnten in den Amselgärten aktiv, steht auch im Jahr des 70-jährigen Bestehens für familienfreundliche, unkomplizierte Gastlichkeit.

Das Haupttor am Reiche des Wassers mit dem „Amsel“-Schriftzug wurde in der Ausbildungswerkstatt Hoesch gefertigt. (Foto: Andrea Reinecke)

Offen bleiben

Die Amsel-Pressesprecherin Andrea Reinecke setzt auf lebendige Kommunikation: „Tatsächlich spüren wir eine Renaissance der Amselgärten. Für Aufmerksamkeit sorgen die Ferienprogrammbeteiligung, die Teilnahme an der Aktion ‚Garten Eden‘, Besuche aus der Partnerstadt Hastings, eine neue Webseite, Festivitäten und jetzt im Jubiläumsjahr auch eine Ausstellung im alten Ruhrtal-Museum.“ Der neue Bürgermeister Dimitrios Axourgos hat der „Amsel“ erst kürzlich einen Besuch abgestattet. Und die Festschrift zum 70-Jährigen ist gerade in Arbeit.

Nicht nur sonntags nutzen viele Schwerterinnen und Schwerter die Wege durch die Kleingartenanlage – so soll es sein und bleiben. Die „Amsel“ lebt, ist verwurzelt in der Stadt, offen für die Zukunft und freut sich auf den 70. Geburtstag. Gefeiert wird vom 29. Juni bis 1. Juli.