Neue Jahn-Turnhalle in Schwerte

Sportlich, sportlich: Mit einem perfekten Sprung über den Bock leitete Bürgermeister Böckelühr die feierliche Eröffnung der neuen Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnhalle an der Wittekindstraße ein. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Vor der feierlichen Eröffnung der neuen Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnhalle am Donnerstag, 9. Februar 2012, zeigte sich Bürgermeister Heinrich Böckelühr von der sportlichen Seite – und bewies, dass er den Sprung über den Bock immer noch „drauf“ hat. Anschließend wurde mit Gästen aus Rat und Verwaltung sowie jungen Sportlerinnen und Sportlern das neu errichtete Gebäude nach über einjähriger Bauphase der Öffentlichkeit übergeben. Wichtig und richtig für den Schwerter Schul- und Vereinssport sei die Entscheidung für den Neubau der Turnhalle gewesen, sagte Böckelühr.

Gute Gründe

In seiner Sitzung am 10. Mai 2007 hatte der damalige Ausschuss für Schule und Sport entschieden, keine Sanierungsmittel mehr in die Turnhalle zu stecken, sondern deren Neubau voranzutreiben. Angesichts einer festgestellten Restnutzungsdauer von zehn Jahren einschließlich bis zum Jahr 2016 wäre die Behebung der Mängel in dieser Größenordnung unwirtschaftlich gewesen. Hinzu kam außerdem, dass der mit der regelmäßigen Überprüfung der Hallendachkonstruktion beauftragte Statiker dem Hallendach nur noch eine ausreichende Standsicherheit bescheinigte und mittelfristig umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen angestanden hätten.

Abriss und Neubau

Nachdem die Bundesregierung im Jahr 2010 das Konjunkturpaket II verabschiedet und der Rat seine Zustimmung zur Mittelverwendung in der Ruhrstadt erklärt hatte, rollten Ende Juli 2010 die Bagger an, um die alte Jahn-Turnhalle, die übrigens bereits aus dem Jahr 1957 stammt, abzureißen. Zunächst erfolgte der Abbruch des Geräteraumtraktes und anschließend der Abbruch des unterirdischen Verbindungstunnels zwischen der Albert-Schweitzer-Schule und der Turnhalle. Die Verfüllung des Tunnels war unbedingt erforderlich, damit auch schwere Baufahrzeuge den Weg passieren konnten, ohne dass der Boden nachgab. Insgesamt dauerten die Abbrucharbeiten der Halle acht Wochen.

Verzögerung

Wegen des harten Winters 2010 und den damit verbundenen Betriebsferien einiger Baufirmen konnte der Neubau der Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnhalle erst Anfang 2011 fortgeführt werden. So wurden im Zuge der Rohbauarbeiten zunächst die Hallenfundamente eingebaut. Nach und nach kamen die einzelnen Bauteile, die von Zeit zu Zeit immer mehr die neue Turnhalle erkennen ließen. Mit der Fertigstellung der Halle wurde anfangs im September letzten Jahres gerechnet. Aufgrund von häufigen extremen Wetterlagen war die Turnhalle schließlich aber erst kurz vor Weihnachten 2011 fertig.

Über 2 Millionen

Der Neubau der Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnhalle umfasst nun eine barrierefreie Einfeldturnhalle für den Schul- und Vereinssport mit den erforderlichen Neben- und Geräteräumen. Im Vergleich zu der alten Halle wurde der Neubau unter Einhaltung des erforderlichen Grenzabstandes ein Stück weiter nach Osten verschoben errichtet.

Die Kosten für die Baumaßnahme in Höhe von etwa 2,04 Millionen Euro stammen zu 75 Prozent aus dem Konjunkturpaket II des Bundes (Zukunftsinvestitionsgesetz). Der Eigenanteil der Stadt Schwerte von 12,5 Prozent wurde zusammen mit dem 12,5-prozentigen Anteil des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Investitionsfördergesetzes NRW durch das Land zur Verfügung gestellt.