Ortstermin am Wuckenhof: Neuer Weg ist unerwünscht

[1/2] Hier soll der neue Weg entstehen. Die Bäume müssen dann wohl gefällt werden. (Foto: Norbert Fendler) [2/2] Hier soll der neue Weg entstehen. Die Bäume müssen dann wohl gefällt werden. (Foto: Norbert Fendler)

[1/2] Hier soll der neue Weg entstehen. Die Bäume müssen dann wohl gefällt werden. (Foto: Norbert Fendler) [2/2] Hier soll der neue Weg entstehen. Die Bäume müssen dann wohl gefällt werden. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Die geplante barrierefreie Wegführung entlang der alten Mauer unterhalb des Wuckenhofs zur Theaterhalle und von dort aus weiter zur Rohrmeisterei und zur Ruhr stößt weiterhin auf Kritik vor allem der Anwohner. Zur Klärung der Positionen hatte die SPD in dieser Woche zum Ortstermin mit Stadtplaner Adrian Mork geladen. Geladen zeigten sich auch einige Bürger, die Widerstand ankündigten. Rechtsanwalt Dr. Peter Nisipeanu zog die Ausschöpfung möglicher Rechtsmittel in Erwägung.

Eigentlich ist der Weg, der im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts zur städtebaulichen Aufwertung der Schwerter Innenstadt entstehen soll, kein großes Bauprojekt. Ausgewählt aus sechs Entwürfen wurde diese Variante des Büros „urbane gestalt“ im Rahmen eines Architekturwettbewerbs von einer Jury aus Fachleuten. Gleichwohl sorgt der Plan für Unmut, weil etliche Anwohner Lärmbelästigung befürchten.
„Das wird doch wie eine Skater-Piste vom Wuckenhof runter zur Halfpipe hinter der Rohrmeisterei“, mutmaßt eine Anwohnerin. Das könnte laut werden, wenn die jungen Leute da runterbrettern. Auch ansonsten befürchten die Nachbarn Lärmbelästigung, ja Gesundheitsgefährdung durch das ständige Kommen und Gehen, zumal die meisten Schlafzimmer in Richtung Wuckenhof ausgerichtet sind. Auch, dass die großen Ahornbäume unterhalb des Wuckenhofs wohl dem Wegeprojekt geopfert werden müssen, gefiel den Anwesenden nicht.
Etliche Anwohner bezweifelten generell die Notwendigkeit einer neuen Verbindung. Es gebe doch schon den Weg an der Theaterhalle vorbei, dieser müsse nur hergerichtet und ausgeleuchtet werden. Stadtplaner Mork hingegen sieht in der neuen, steigungsarmen und barrierefreien Wegeplanung jedoch auch den Vorteil, dass die dringend reparaturbedürftige Mauer unterhalb des Wuckenhofs durch Mitteln der Städtebauförderung gleich mit saniert werden könnte.
„Wir haben aufmerksam zugehört“, sagte SPD-Fraktionschefin Angelika Schöder zum Abschluss des Ortstermins am Wuckenhof. Der Ortsverein Mitte/Wandhofen will sich weiter mit dem Thema Wegeverbindung beschäftigen. Darum wird es auch in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt gehen, die am 9. Mai im Rathaus stattfindet.