Roland Preuß an der Spitze der Ev. Kirchengemeinde Schwerte

Schwerte. Turnusmäßig stand in der letzten Presbyteriumssitzung des Jahres 2011 der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertretung an. Pfarrer Klaus Inhetveen, der in den letzten drei Jahren den Vorsitz führte, stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Das Presbyterium dankte Pfarrer Inhetveen ausdrücklich für seine in dieser Position geleistete Arbeit und sein großes Engagement bei der Amtsführung.

Neuer Vorsitzender des Presbyteriums: Roland Preuß. (Foto: privat)

Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Roland Preuß gewählt. Damit steht jetzt ein Laie an der Spitze der Evangelischen Kirchengemeinde. „Ein völlig normaler Vorgang“, so Kirchmeister Kurt Ehrke, „der ganz im Sinne des Aufbaus unserer synodal-presbyterial geführten Kirche ist.“

Roland Preuß ist Laie – das heißt, er ist kein Pfarrer oder hauptamtlicher Mitarbeiter, sondern vielmehr ein ehrenamtlicher Mitarbeiter aus dem Kreis der Presbyterinnen und Presbyter. Preuß hat Theologie und Germanistik studiert, arbeitet in Schwerte als selbstständiger Konzepter-Text und gehört seit dem Jahr 2000 dem Schwerter Presbyterium an.

Er ist also, was die Kenntnis der Vorgänge innerhalb der Kirchengemeinde angeht, beileibe kein Neuling und wird, wie er äußerte, weder „laienhaft“ noch blauäugig die Herausforderungen, die diese Position mit sich bringt, in der Zukunft angehen. Vielmehr will er in guter Kontinuität die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen und mit Sachverstand und Gottvertrauen den Auftrag des Presbyteriums annehmen.

Roland Preuß ist langjähriges Mitglied in wichtigen Fachausschüssen des Schwerter Presbyteriums (Diakonieausschuss, Fachausschuss für Finanz- und Grundstücksangelegenheiten, Bauausschuss). Darüber hinaus gehört er dem Arbeitskreis an, der das Bauprojekt rund um St. Viktor verantwortlich vorantreibt und vertritt die Interessen der Kirchengemeinde in der Gesellschafterversammlung der Schwerter Netz für Jugend und Familie gemeinnützige GmbH. Auf kreiskirchlicher Ebene ist er stellvertretendes Mitglied im Kreissynodalvorstand, dem Leitungsgremium des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn.

Preuß: „Den langwierigen und zum Teil schmerzhaften Umstrukturierungsprozess der Kirchengemeinde habe ich in den letzten Jahren begleitet und mitgetragen. Meine Loyalität und mein Engagement gelten über die Grenzen der einzelnen Seelsorgebereiche hinaus der Gesamtgemeinde Schwerte. Ich bin überzeugt, wir sind auf einem guten Weg und werden in der Mitte unserer Gemeinde und in der Mitte unserer Stadt gut aufgestellt sein, ohne die Menschen an der Peripherie zu vergessen. Dem Presbyterium bin ich dankbar für die zugesagte Unterstützung und den Rückenwind, der sich auch im Wahlergebnis widergespiegelt hat.“

Zu seiner Stellvertreterin wurde Pfarrerin Kristina Ziemssen gewählt. Den Beiden wird eine Steuerungsgruppe zur Seite stehen – bestehend aus den Pfarrerinnen und Pfarrern und weiteren sach- und fachkompetenten Presbyterinnen und Presbytern – die alle Strömungen und Meinungen des vielköpfigen Schwerter Presbyteriums repräsentiert. Nach Aussage von Preuß wird angestrebt, die anfallenden Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen und auf eine breite, tragfähige Basis zu stellen.