Schwerte macht mobil gegen rechte Umtriebe

Schwerte. (Red.) Ein breites Bündnis zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen und Institutionen stellt sich in Schwerte gegen Rechts: Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, das Bündnis zu unterstützen und Flagge zu zeigen für Toleranz, Freiheit und ein friedliches Miteinander. Um diesem Anliegen Ausdruck zu verleihen, fand am Samstag, 26. November 2011, von 10 bis 14 Uhr auf dem Cava-die-Tirreni-Platz in der Fußgängerzone ein Aktionstag statt.

Nicht wie in Dortmund

Ein erschreckendes Beispiel dafür, wie es gerade nicht sein sollte, findet sich ganz in der Nähe: In Dortmund – die Stadt gilt als „Nazi-Hochburg“ – gibt es seit Jahren große Probleme mit Neonazis und gewalttätigen Übergriffen. Um das in Schwerte zu verhindern, wurde das Projekt „Schwerte gegen Rechts“ ins Leben gerufen. Die gemeinsame Aktion soll alle Bürger dazu ermutigen, sich rechten Tendenzen beizeiten in den Weg zu stellen, damit vor Ort keine rechte Szene etabliert.

Starkes Bündnis

Teilnehmer des Bündnisses sind: Aleviten, Amnesty international, Antifa, Arbeitskreis Asyl, „dabei“, DGB, Diyanet Türkisch Islamische Vereinigung Schwerte und Umgebung e.V., Evangelische Kirchengemeinde Schwerte, Friedensinitiative, Friedrich-Bährens-Gymnasium, Gesamtschule, Hauptschule, Integrationsrat der Stadt Schwerte, Jugendfeuerwehr, Katholischer Stadt-Pfarrgemeinderat Schwerte, Kunterbunt e.V., Lokales Bündnis für Familie Schwerte, Naturfreunde Ortsgruppe Schwerte, Pax Christi, Realschule, Ruhrtalgymnasium, Städtepartnerschafts-Gesellschaft Schwerte, Stadtsportverband Schwerte, Stolpersteine, Westfälische Rundschau und die Parteienallianz aus Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, SPD und WfS. Auch die Seniorenunion ruft alle Schwerter Senioren auf, sich heute am Aktionstag auf dem Cava-Platz zu beteiligen. Dem Bündnis (noch) nicht angeschlossen hat sich der CDU-Stadtverband.

Paroli bieten

Das Bündnis macht deutlich, dass in Schwerte Menschen aus 99 Nationen friedlich zusammen leben. Wegsehen und Ignorieren lässt die Spirale der rechten Provokation immer weiter drehen. Es geht nun darum, für ein tolerantes und weltoffenes Schwerte einzutreten. Am heutigen Aktionstag soll demonstriert werden, dass sich in Schwerte eine breite Gesellschaftsschicht quer stellt und bereit ist, den Rechten Paroli zu bieten.