Schwerter Grundschüler warten auf neue Lesepatinnen

Schwerte. Im Herbst 2009 startete das Freiwilligenzentrum und die Friedrich-Kayser-Grundschule das Projekt „Lesepaten an Schwerter Grundschulen“. Nach einjähriger erfolgreicher Erprobungsphase konnte es auf die Evangelische Grundschule ERgste, die Lenningskampschule und die Reichshofschule Westhofen sowie einige Monate später im Jahr 2011 auf die Heidegrundschule ausgeweitet werden. Fast 70 Menschen bringen sich hier ein. Wegen des großen Erfolges möchte das Freiwilligenzentrum Schwerte mit den Schulen das Projekt ausbauen, zumal weitere Grundschulen sehr interessiert sind. Es gibt noch eine Anzahl Kinder, die auf einen Paten beziehungsweise Patin warten. Deshalb sucht das Freiwilligenzentrum weitere Interessierte.

Wie arbeiten die aus allen Altersgruppen kommenden Lesepaten? Sie kommen an einem mit ihnen individuell vereinbarten Vormittag für eine Stunde in die Schule und setzen sich mit einem Kind in einem geeigneten Raum zusammen. Das Kind liest vor und gibt den Inhalt mit eigenen Worten wieder, dadurch kommen die beiden miteinander ins Gespräch. Auch Paten lesen gelegentlich vor, um beispielhaft gut betontes Lesen zu verdeutlichen.

Anfangs werden die Texte vom Klassenlehrer beziehungsweise der Klassenlehrerin bereitgestellt, später aber auch nach Interessenslage des Kindes gemeinsam zum Beispiel aus der Schulbücherei ausgewählt. Sehr schnell entwickelt sich zwischen Paten und Kind eine enge menschliche, durch Zuwendung bestimmte Beziehung, die Zuwendungsdefizite auffängt, mitunter wichtiger als die Verbesserung der Lesekompetenz. Die Paten betreuen ein Kind für ein Schuljahr, oft auch darüber hinaus bis zum Ende der Grundschulzeit und können so die Entwicklung und Fortschritte mitbekommen.

Die Pädagogen stellen fest, dass diese Lernhilfe die Kinder in der Regel deutlich erkennbar weiter gebracht hat. Nach den inzwischen mehrjährigen Erfahrungen kann festgestellt werden, dass Paten wie auch die Kinder sehr viel Freude aus dieser Beziehung erfahren.

Die Lesepaten kommen zweimal im Jahr an ihrer Schule zu einem Erfahrungsaustausch zusammen und leisten ihre Arbeit in engem Kontakt mit dem jeweiligen Deutschlehrer beziehungsweise der Lehrerin. Zu Beginn erhalten die neuen Lesepatinnen eine Einführung. Start ist nach den Sommerferien in der zweiten Septemberhälfte.

Informationen und Anmeldungen bei Ernst D. Schmerbeck, Telefon 02304 / 70010 oder E-Mail schmerbeck@versanet.de.