Schwerter Gymnasien: Böckelühr hofft auf Unterstützung von Ministerin Löhrmann

Schwerte. Großer Zuspruch für die Schwerter Gymnasien: Deutlich höher als erwartet fielen die Anmeldungen für das Ruhrtal-Gymnasium (RTG) und das Friedrich-Bährens-Gymnasium (FBG) in diesem Jahr aus. Das sind 41 Schwerter Kinder mehr, als sich noch im vorigen Jahr für den Besuch eines der Schwerter Gymnasien interessiert hatten.

125 Kinder wollen im kommenden Schuljahr auf das FBG, 80 meldeten sich auf dem RTG an. 34 Kinder kommen davon aus Dortmund. Deren Aufnahme ist jedoch nur möglich, wenn durch die Schulaufsichtsbehörde die Bezirksregierung in Arnsberg eine Siebenzügigkeit der Schwerter Gymnasien genehmigen würde.
Appell an Löhrmann
Deswegen appelliert jetzt Bürgermeister Heinrich Böckelühr an NRW-Schulministerin Sylva Löhrmann, hier entsprechend tätig zu werden und auf die ihr unterstellte Fachbehörde mit einer ministeriellen Weisung entsprechend Einfluss zu nehmen. Notwendig sei es zudem, dass die Stadt Dortmund „eindeutig ihre Interessenlage formuliert“, ob Schülerinnen und Schüler aus dem Süden der Nachbarstadt Dortmund auch weiter wie bisher problemlos Schwerter Schulen besuchen sollen.
CDU: „Nicht akzeptabel“
Für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte ist die derzeitige Situation für Eltern aus dem Dortmunder Süden, die ihre Kinder an einem der beiden Schwerter Gymnasien anmelden wollen, nicht akzeptabel.
Dazu der CDU-Fraktionsvorsitzende Marco Kordt: „Die Zahl von 34 betroffenen Kindern zeigt deutlich, dass unsere beiden Gymnasien auch in Dortmund sehr beliebt sind. Deshalb hat sich die Stadt Schwerte mit Unterstützung des Rates im vergangenen Sommer auch um den Abschluss einer Beschulungsvereinbarung für Gymnasien mit der Stadt Dortmund bemüht. Leider hat der Dortmunder Schulausschuss eine solche Vereinbarung abgelehnt“.
Kordt weist jedoch noch auf ein weiteres Problem hin, dass für die derzeitige Situation ursächlich ist: „Die Zahl von 34 Kindern entspricht mindestens einer kompletten Schulklassen. Früher waren die beiden Schwerter Gymnasien ja auch vierzügig, doch seit der Einrichtung der zweiten Gesamtschule im Stadtgebiet nur noch dreizügig – das FBG sogar nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung.“
„Ideologische Motive“
Kordt weiter: „Die geringeren Kapazitäten an den Gymnasien sind der Preis, den wir nun für die zweite Gesamtschule zahlen müssen. Davor haben wir als CDU stets gewarnt. Für uns ist der Elternwunsch maßgeblich und der ging schon immer in Richtung der beiden Gymnasien. Das belegen nun auch die Anmeldezahlen: an den beiden Gesamtschulen gibt es gerade einmal einen einzigen Anmeldewunsch aus Dortmund. Ideologische Motive haben aber zum Ausbau der Gesamtschulkapazitäten geführt, was nun die betroffenen Eltern und ihre Kinder ausbaden müssen. Das halte ich nicht für akzeptabel“, so Kordt abschließend.