Schwerter Marktschänke

Schwerte. (NO) Ein bauhistorisches Gutachten rückt die alte Marktschänke in ein neues Licht. Diese Botschaft verkündete jetzt KuWeBe-Leiterin Dr. Christine Mast gemeinsam mit Tobias Becker, Ulrich Halbach und Martina Horstendahl von der Bürgerstiftung St. Viktor. Damit erfährt das gesamte aus St. Viktor, der Marktschänke und dem Ruhrtal-Museum bestehende Ensemble, das als neuer Innenstadt-Kern Gestalt annimmt, eine Aufwertung. Freilich erwartet die Bürgerstiftung als Projektträger nun leichte Veränderungen in der Nutzungsplanung, was aber zu stemmen sei.

Älter als gedacht

„Die Marktschänke ist deutlich älter und wertvoller als gedacht. Der dreigeschossige Kernbau stammt aus dem Jahr 1736“, sagte Dr. Christine Mast und unterstrich die Bedeutung des Hauses als wertvolles Baudenkmal. Das großräumige Obergeschoss des Rathauses und das kleinere der Marktschänke sollen als musealer Erlebnisort zusammengefasst werden und bieten laut Dr. Mast in Zukunft „spannende Lösungen für verschiedene Ausstellungskonzeptionen.“

Leichte Änderungen

Die Kirchengemeinde hingegen, die ursprünglich die oberen Räume der Marktschänke nutzen wollte, wird andere Bereiche innerhalb des Ensembles, so auch im Untergeschoss, nutzten. Dazu Ulrich Halbach: „Wir bekommen andere Räume, aber keine Verschlechterung!“. An der geplanten Gastronomie wird festgehalten, sie wird allerdings etwas kleiner ausfallen als ursprünglich geplant.

Tobias Bäcker vom Stiftungsvorstand verwies darauf, dass man sich glücklich schätzen könne, auch mit der Marktschänke ein echtes Juwel im Herzen der Stadt zu haben. Aufgrund der geänderten Planungssituation könne man den Ostgiebel ganz anders gestalten, beispielsweise mit einer Teilverglasung zur Straße hin. „Das kann ein echter Hingucker werden.“

Das bauhistorische Gutachten hat Bäcker zufolge keine dramatischen Auswirkungen auf Zeitplan und Förderung. Obwohl das Projekt aufgrund von Vorgaben des Denkmalschutzes nun etwas teurer werden könnte als ursprünglich geplant. Geldgeber wie der Landschaftsverband, die NRW-Stiftung und das Land selber sind bereits informiert, verstärktes Engagement sei zu erwarten. Tobias Bäcker: „Es lohnt sich, im Herzen der Stadt Geld zu investieren!“