Kreis Unna (ots). Mehrere Senioren im Kreis Unna erhielten kürzlich wieder Anrufe von angeblichen Polizeibeamten oder Verwandten. Bei einem Ehepaar in Unna rief eine männliche Person an und gab sich als deren Sohn aus. Er behauptete, in einer finanziellen Notsituation zu sein und dringend Bargeld zu benötigen. Eine angebliche Mitarbeiterin eines Geldinstitutes würde sich mit dem Ehepaar in der Nähe treffen und das Geld in Empfang nehmen.

Bargeld ausgehändigt

Das Ehepaar glaubte dem Anrufer und händigten einer Frau einen Umschlag mit Bargeld aus. Erst im Nachhinein entstanden bei dem Mann Zweifel und er rief bei seinem Sohn an, der von nichts wusste.

Die Frau wird beschrieben als etwa 35 Jahre alt, ungefähr 1,65 Meter groß, mollige Figur. Sie hatte schwarze Haare, auffällig weiß lackierte, längere Fingernägel und trug dunkle Kleidung. Die Jacke hatte einen weißen Fellkragen an der Kapuze. Sie sprach akzentfrei Deutsch.

Nach der Übergabe entfernte sich die Frau von dem Fußweg in der Nähe des Reckerdingsweg in Richtung Eintrachtstraße. Dort hatte sie vermutlich einen VW Bulli in gelber, taxifarbenähnlicher Lackierung abgestellt, mit dem sie davonfuhr.

Falsche Polizisten

Falsche Polizisten behaupteten, dass eine Einbrecherbande geschnappt wurde. Bei diesen Leuten sei eine Liste gefunden worden, auf denen auch der Name der Angerufenen stehen würde. Dann erkundigen sich die Anrufer nach Bargeld und anderen Wertgegenständen.
Eine weitere Masche ist, dass den Angerufenen ein hoher Bargeldgewinn in Aussicht gestellt wird. Dafür müssten sie allerdings zunächst einem Geldboten eine bestimmte Summe aushändigen, um in den Genuss des Geldes zu kommen.

In all diesen Fällen – rund 20 in den letzten Wochen – bemerkten die Angerufenen die unlautere Absicht und verständigten die Polizei. Diese warnt eindringlich vor den genannten Betrugsmaschen: „Geben Sie Unbekannten keine Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse und händigen Sie Unbekannten niemals Geld aus. Verständigen Sie ihre Verwandten und melden Sie die genannten Vorfälle bei der Polizei!“