Spenderleber ermöglicht Kinderglück

Ergste. (Red.) Paul ist zehn Jahre alt und BVB-Fan – das ist etwas Besonderes, wenn man in München wohnt, „da bekommt man in einem schwarz-gelben Trikot leicht was auf den Deckel.“

Paul lebt mit einer Spenderleber – und hat am Donnerstag, 16. August 2012, im Elsebad das Schwimmabzeichen in Bronze abgelegt. (Foto: Team Elsebad)

In den Sommerferien besucht er Oma und Opa in Dortmund. Und weil er eine Wasserratte ist, gehen die Großeltern mit ihrem Enkel gern ins Elsebad. Am Donnerstag, 16. August 2012, hat er hier die Prüfung zum Schwimmabzeichen in Bronze abgelegt: Baderegeln kennen, nach einem Ring tauchen, vom 1-Meter-Brett springen und 200 Meter weit schwimmen. Für Paul ist das schon etwas Besonderes: Denn er lebt mit einem Spender-Organ.

Als er ein halbes Jahr alt war, erkrankte er infolge einer Gallenerkrankung an einer Leber-Zirrhose, in deren Verlauf sich das lebenswichtige Organ mehr und mehr auflöste. Rettung versprach einzig die Implantation einer Spender-Leber. Fünf lange Monate bangen Wartens folgten auf die niederschmetternde Diagnose, bevor Paul in einem Hamburger Krankenhaus endlich eine Spenderleber bekommen konnte.

Ohne Komplikationen ging das nicht, insgesamt wurde er vier Mal operiert. Bis heute muss er regelmäßig zu Kontroll-Untersuchungen, und das wird auch so bleiben, immer in der Hoffnung, dass die Leber weiter gut arbeitet. Aber er kann in München BVB-Fan sein, seine Großeltern besuchen und das bronzene Schwimmabzeichen bekommen – kurz: ein ganz normaler fröhlicher Junge sein. Eine Organspende ermöglicht ihm ein unbeschwertes Leben.

Informationen zu Organ-Spenden gibt es zum Beispiel beim Bundesverband der Organtransplantierten, der dafür wirbt, dass möglichst viele Menschen einen Organspenderausweis mit sich führen. Ein Ausweis-Formular finden Interessierte auch an der Elsebad-Kasse.

www.bdo-ev.de