Von Helga Rietig

Der Sternernanis mit seinen leuchtenden braun-goldenen Sternen macht uns alleine schon durch sein Aussehen in der Dunkelheit des Winters beim Kerzenschein glücklich. Sternanis wird in China schon seit 3000 Jahren genutzt. Die Chinesen hüteten dieses Gewürz wie einen Schatz. Mit Anis hat der Sternanis aber nichts gemein. Sie gehören verschiedenen Pflanzenfamilien an.

Das unverwechselbare Aussehen – wie ein achtzackiger Stern – machen ihn wohl zum schönsten unter den Gewürzen. Sein Geschmack ist süß, schwer, intensiv und hat eine gewisse Schärfe, deshalb wird er auch vielen Currymischungen beigefügt. Besonders zu Weihnachten hat der Sternanis seinen großen Auftritt. Als guter Begleiter zu Birnen, Feigen, Apfel- und Pflaumenkompott, Weihnachtsgebäck, Glühwein, Teemischungen und Eintöpfen ist er unverzichtbar. Seinen typischen Geschmack erhält der Pastis-Likör ebenfalls vom Sternanis.

Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Früchte intakt sind. Nehmen Sie eine Samenkapsel in die Hand und drücken sie einen der Samen heraus. Wenn Ihnen nicht sofort der typische Anisgeruch in die Nase steigt, ist das Gewürz nicht mehr frisch. Im verschlossenen Behälter ist Sternanis sehr lange haltbar, einmal gemahlen verliert er aber schneller sein Aroma. Wenn Sie Sternanis mahlen, verwenden sie ebenfalls die Nüsse, denn Sie runden den Geschmack ab.

Sternanis enthält große Mengen des ätherischen Öls Anethol. Es hat sich als wertvolles Antioxidans bewährt und eine Komponente aus Sternanis, die Schimikisäure, wird im Grippemittel Tamiflu verwendet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben seine entzündungshemmende und Bakterien und Viren bekämpfende Eigenschaft belegt.

Sternanis ist hilfreich bei Haut- und Schleimhautbläschen (wie z. B. Herpes), Karies, Grippe, Hepatitis B, Erkältung, Husten, Magenproblemen und Blähungen, hilft aber auch beim Abnehmen.

Alles Gute wünscht die Naturheilpraxis Helga Rietig mit freundlicher Unterstützung von Ferdinand Ziese, Nachtwächter von Schwerte