Schwerte. Sven „Flosse“ Schulz ist in der Extremsport- und OCR-Szene so bekannt wie gefürchtet. Ein harter Hund mit feinem Gespür dafür, wie man Leute nach allen Regeln der Kunst weich kocht. Ein Schinder der Extraklasse, der mit dem „Höllencamp“ auch schon im TV zu sehen war.

Viele OCR-Aktive (Obstacle Course Racing hat, wie bereits berichtet, seinen Ursprung in der militärischen Ausbildung und ist eine Art Extrem-Hindernislauf) würden Sven Schulz gern mal die Flosse drücken. Die Schwerter „Mudbusters“ Michael Lotte und Patrick Süthering hatten dazu die Gelegenheit, denn der Promi stattete Schwerte vor einigen Tagen einen Kurzbesuch ab.

Ab in Svens Bootcamp

Die Drei zusammengebracht hat Malgorzata „Maggie“ Schubert. Bei ihr fand denn auch das Treffen statt – mit dem Ergebnis, dass Patrick und Michael ein „Date“ mit Sven buchten. Er wird ein Bootcamp leiten, in dem die Kandidaten richtig schön in die Mangel genommen werden. 36 Stunden ohne Pause. Gnadenloser Drill, Survivaltraining vom Härtesten und dazu Nerventerror. Die Schwerter Extremsportler sind dabei – und freuen sich schon darauf.

„Gebucht haben wird für Anfang April, dann nehmen auch noch drei oder vier weitere ‚Mudbusters‘ an Svens Bootcamp in Montabaur teil“, freut sich Michael Lotte, im „normalen“ Leben Papiermacher, auf seinen Einsatz. Gespannt ist auch Grundschullehrer Patrick Süthering. „Das wird bestimmt spannend, Sven quasi als Ausbilder in Aktion zu erleben!“

Mitglied einer Spezialeinheit

Qualitäten als Ausbilder hat „Flosse“ tatsächlich. Der Mann aus Schelklingen war Angehöriger einer Spezialeinheit der Bundeswehr mit Erfahrungen aus zahlreichen Auslandseinsätzen, Betreiber einer Security-Firma und gelegentlich als Personenschützer im Einsatz. Doch seine große Leidenschaft sind Abenteuerreisen in Schweden. Wer bei ihm eine Tour bucht, und die ist natürlich nichts für Weicheier, übernachtet unter freiem Himmel und muss in der Wildnis klarkommen, mit Kälte und Hitze, muss stundenlang durch die weglose Landschaft marschieren. Begegnungen mit Bären und Elchen sind dabei gar nicht so ungewöhnlich.

Dieses Land, den Norden, die wilde Natur liebt der gnadenlose „Schleifer“, der die menschliche Gesellschaft gar nicht so sehr mag, über alles. Hotelurlaub oder Kreuzfahrt? „Das wär‘ für mich das Allerletzte. Draußen sein in der Wildnis, da weißt du, wo und was du bist“, sagt er. Und das klingt dann doch – sorry – fast romantisch.

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