Tipp der Woche: Sport und Immunsystem

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„Seitdem ich regelmäßig Sport treibe, bin ich deutlich weniger krank“. So oder so ähnlich beschreiben viele Freizeitsportler einen der vielen positiven Effekte des regelmäßigen Trainings.
Aber was verbirgt sich hinter „dem Immunsystem“ eigentlich? Das Immunsystem ist ein hochkomplexes biologisches Abwehrsystem des menschlichen Körpers. Dazu gehören Organe (Mandeln, Milz, Lymphknoten, Darm,…) Körperzellen und Botenstoffe, die Schädigungen durch Krankheitserreger verhindern. Ist das Immunsystem tatsächlich trainierbar?
Ja, es lässt sich gemäß vielfältiger wissenschaftlicher Studien eine Stärkung der Immunabwehr des Körpers durch richtig dosierten Sport nachweisen. So ist es nicht verwunderlich, dass regelmäßig Trainierende im Gesundheits- und Breitensport über einen Rückgang von Infekten sprechen und der Erkältung buchstäblich davon laufen.

Im Ausdauersport des Gesundheitssportlers sollte die Belastung gemessen über die Herzfrequenz wie folgt berechnet werden:

Trainingsherzfrequenz (Herzschläge pro Minute) = 180 minus Lebensalter

Die subjektive Belastungseinschätzung sollte „etwas anstrengend“ nicht übersteigen. Die Regenerationszeit liegt hier bei 24 bis 26 Stunden. Dies bedeutet, dass 3 bis 4 zügige Spaziergänge von 30 Minuten Dauer pro Woche für das Immunsystem besser sind, als Joggen mit zu hoher Herzfrequenz.
Vorsicht ist jedoch im leistungsorientierten Training geboten. Bei zu hohen Belastungen im Training können die positiven Effekte des Sports ins Gegenteil umschlagen. Das Immunsystem wird überlastet. Zu harte Belastungen können das Immunsystem schwächen. Häufige Erkältungskrankheiten können die Folge sein. Daher sind die Regenerationszeiten im Leistungstraining länger als im Gesundheitssport.Natürlich spielen auch weitere Faktoren wie ausreichender Schlaf und Stressmanagement eine große Rolle zur Vermeidung von Infekten. Wie so oft gilt also, dass die Dosis stimmen muss. Ein regelmäßiges angenehm dosiertes Training stärkt das Immunsystem, ein zu viel kann jedoch zur Schwächung führen.