Turnhalle am Stadtpark wird zur Flüchtlingsunterkunft

Schwerte. (NO) Das muss die Stadt Schwerte erst einmal verdauen: 150 neue Flüchtlinge auf einen Schlag, Erstaufnahme, Ankunft am Montag, 10. August 2015. Ein entsprechendes Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Arnsberg sorgte am Mittwoch im Rathaus für Alarmstimmung. Denn schon jetzt ist der Flüchtlingsdruck enorm, Platz kaum noch vorhanden und quasi täglich, darüber hat der Wochenkurier unter anderem in seiner letzten Ausgabe berichtet, gibt es neue Entwicklungen. Doch dem Amtshilfeersuchen zur Aufnahme eines neuen Kontingents an Asylbewerbern könne man sich nicht entziehen, so Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der am Donnerstag seine lang angekündigte Dienstreise in die englischen Partnerstadt Hastings angetreten hat.

Die Turnhalle am Stadtpark wurde nicht zuletzt auf Anraten der Polizei als Notunterkunft ausgewählt, weil sich dort die besten zentralen Versorgungsmöglichkeiten ergeben. Die Flüchtlinge – rund 60 Prozent vom Westbalkan – sind weder geimpft noch erfasst, müssen in Kooperation mit dem Gesundheitsamt betreut werden, Hilfsdienste wie Malteser oder das Deutsche Rote Kreuz warten auf ihren Einsatz. Außerdem muss die Stadt Schwerte für einen Sicherheitsdienst sorgen.

Mindestens bis Ende Oktober werden die Flüchtlinge in der Turnhalle am Stadtpark bleiben. Der Sportbetrieb für Schulen und Vereine ist ausgesetzt. Die Stadt Schwerte bemüht sich, einige der Asylbewerber in anderen Unterkünften unterzubringen. Zum Thema der Flüchtlingsproblematik in Schwerte siehe auch die folgende Stellungnahme der Grünen.