Verkehrsversuch Klusenweg

Schwerte. (Red.) Ab Mitte Januar 2012 wird der Klusenweg versuchsweise für voraussichtlich ein Jahr in eine Einbahnstraße umgewandelt. Darüber informierte jetzt die Stadt Schwerte.

Stellten den „Verkehrsversuch Klusenweg“ vor: Heiko Schulz von der Straßenverkehrsbehörde (l.) und Adrian Mork, Fachdienstleiter Demografie und Stadtplanung. (Foto: Norbert Fendler)

Gemeinsam mit einem Verkehrsplanungsbüro hat der Bereich „Demographie und Stadtplanung“ ein integriertes Gesamtverkehrskonzept für Schwerte-Nord erarbeitet, aus dem auch der nun anstehende Verkehrsversuch im Klusenweg hervorgeht. So wird der Klusenweg nach der Einmündung Agnes-Miegel-Straße ab Mitte Januar in eine „unechte“ Einbahnstraße umgewandelt, in die bis zur Agnes-Miegel-Straße dann nur noch aus Richtung Sonnenstraße eingefahren werden darf.

Ausnahmeregelungen

„Unechte“ Einbahnstraße deshalb, weil das Einbahnstraßenzeichen nicht angebracht wird. Lediglich das Einfahrt-Verboten-Schild wird nach der Einfahrt Agnes-Miegel-Straße aufgestellt. Von der Einbahnstraßenregelung nicht betroffen ist der Linienbus- und Radverkehr sowie Einsatzfahrzeuge. Diese drei Verkehrsteilnehmergruppen dürfen den Klusenweg auch weiterhin in beiden Richtungen befahren. Für Anlieferungen beispielsweise von Möbeln etc. per Lkw über 7,5 Tonnen muss allerdings eine Ausnahmegenehmigung bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt werden.

Entlastung der Schleichwege

Durch diesen Verkehrsversuch soll in erster Linie eine Entlastung der als Schleichwege bei Staus auf der Hörder Straße (B 236) benutzten Straßen Talweg und Klusenweg erreicht werden. Gleichzeitig wird der Durchgangsverkehr über den Talweg in Richtung des Wohngebietes Kopernikusstraße unterbunden und verträglicher über die B 236 und die Sonnenstraße geführt.

Westhellweg möglicherweise stärker belastet

Laut den Angaben im Konzept zu dem Verkehrsversuch wird der Westhellweg voraussichtlich etwas stärker belastet sein als vorher. Dennoch sei zu erwarten, dass die meisten Anwohner des Wohngebietes Kopernikusstraße aufgrund fehlender Nord-Süd-Verbindungen zwischen Westhellweg und Kopernikusstraße die Einfahrt zur Sonnenstraße direkt an der B 236 benutzen würden. Laut Verkehrskonzept würden sich bedingt durch die Einrichtung einer „unechten“ Einbahnstraße auch keine Nachteile für die Anwohner des Klusenwegs in südlicher Richtung ergeben. Die Grundstücke könnten auch weiterhin in beide Richtungen verlassen werden.