Wuckenhof-Antrag der SPD wird weitergereicht

(Foto: Frank Vincentz)

Schwerte. Die SPD wollte in dieser Woche in der Sitzung des Verwaltungsrates im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte (KuWeBe) über ihren Antrag zum Nutzungskonzept Wuckenhof sprechen. Im Lager von CDU, Grünen und WfS stieß der Antrag allerdings nicht auf Zustimmung.

Jörg Schindel, kulturpolitischer Sprecher der CDU, verwies auf die Notwendigkeit, dass die Stadt in dieser Angelegenheit ferderführend sein müsse, erwähnte das Integrierte Handlungskonzept und wies auf anstehende Diskussionen um Prüfaufträge zur Zukunft des KuWeBe hin. Vor diesen Hintergründen beantragte Schindel die Absetzung des Punktes von der Tagesordnung. Mit 9:7-Stimmen setzte sich der Antrag durch.

Wie bereits berichtet, hatte die SPD den Antrag gestellt, eine alternative Nutzung des Wuckenhofs, der jetzt das KuWeBe und die Stadttouristik beherbergt, unter baulichen, organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Gesichtspunkten zu prüfen. Unter anderem wurde eine gastronomische Nutzung vorgeschlagen, ebenso Ausstellungen und Kreativkurse. Für Büros sei das denkmalgeschützte Bauwerk zu schade, befand die SPD.
Weiter zum AISU

Der SPD-Antrag geht nun an den Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt. „Wir bedauern sehr, dass insbesondere die Fraktionen von CDU und den Grünen mit ihrer Mehrheit zum zweiten Mal einen Antrag der SPD von der Tagesordnung streichen ließen, ohne die Bereitschaft, die Themen sachlich als Tagesordnungspunkt im Gremium zu beraten.
Dem Ansinnen, den Wuckenhof-Antrag der SPD auch im AISU zu beraten, steht nichts entgegen, aber die Initiative hierzu hätte aus dem KuWeBe-Verwaltungsrat kommen müssen. Denn schließlich ist das Gebäude Eigentum des KuWeBe. Wir wünschen uns wieder mehr Diskussionsbereitschaft zu den in einer Tagesordnung festgelegten Themen und die Bereitwilligkeit, gegenseitige Positionen und Ideen anzuhören“, so Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder.