Schwerte/Köln. Seit mehreren Jahren ist die Mudo-Meisterschaft ein fester Begriff. Unterschiedliche koreanische Kampfsportarten bieten sowohl Sportlerinnen und Sportlern, als auch Kampfsportinteressierten ein breites Erlebnisforum. Dieses Jahr fand die Meisterschaft im Rahmen des Kölner Sportjahres statt. Die „1st Haidong Gumdo German Open“ lockten rund 200 Schwertkämpfer in die Domstadt. Eigens zu diesem Event waren auch 60 Starter aus dem europäischen Ausland sowie Mexiko und Russland angereist.

Vertreten war auch der Mudo Dojang Schwerte. Nach monatelangen Vorbereitungen traten 14 Schüler von Meister Guido Böse (III. Dan) in unterschiedlichen Disziplinen an.
Nach der offiziellen Eröffnung durch eine südkoreanische Ehrendelegation startete die Veranstaltung mit der Paradedisziplin, dem Kumbob, einem Formlauf, der die Kölner Sporthalle in ein virtuelles Schlachtfeld verwandelt. Hier konnte Schwerte gleich mehrfach abräumen.

Wieder spitze

Die nächste Disziplin war das Papierschneiden. Mit dem Schwert wird ein handtuchgroßes Papier waagerecht in mehrere Teile zerteilt. Auch hier brauchen sich die Schwerter Kampfkünstler nicht zu verstecken. Auf den 1. Platz kam Meister Guido Böse. Und mit über 60 Punkten Vorsprung landeten die Schwerter wie im Vorjahr als besten Mannschaft im Papierschneiden auf dem Treppchen.

Die besten Papierschneider von Deutschland kommen aus Schwerte, Carolin Bastian, Reinhold Harenbrock, Anja Hillebrand, Lutz Hillebrand, Lisa Schulz, Markus Hillebrand
Als dritte Disziplin stand Bambusschneiden auf dem Programm. Hierbei werden ein oder mehrere Bambusse mit einer präzisen Technik in mehrere Stücke zerteilt. Hält man die Technik nicht millimetergenau ein, so prallt das Schwert ab oder es verkeilt sich im Bambus. Wegen der scharfen Klingen ist diese Disziplin nur den Meistern und Danträgern ab 18 Jahren vorbehalten.

Erfolgreichster Turnierteilnehmer

Guido Böse durfte sich mit weiteren Deutschen Meistern in einer „Best of the Best“-Runde im Bambusschneiden messen und konnte auch hier den Grand-Champion-Titel für sich erringen und wurde als erfolgreichster Turnierteilnehmer besonders ausgezeichnet. In der Mannschaftswertung bedeutete dies den zweiten Platz hinter Polen. Das Mudo Dojang Schwerte konnte somit stolz als bestes deutsches Team nach Hause reisen.