Eintracht Hagen: Am Samstag gegen Großwallstadt

Hagen. Ein ständiges Auf und Ab, mehr Tiefs als Hochs – so könnte man die bisherige Saison des zweiten Handballbundesligisten Eintracht Hagen wohl am besten beschreiben. Und doch ist die Mannschaft von Niels Pfannenschmidt immer für einige Überraschungen gut.

Während des Doppelspielwochenendes ging das Spiel gegen TuSEM Essen verloren, ausgerechnet gegen Lübeck entführte Eintracht aber zwei Punkte. Beim 22:28 gewannen die Hagener als erste Mannschaft der Saison in der Hansehalle – eine starke Leistung gegen die stets heimstarken Schwartauer.

„Man hat gesehen, dass es eine Kopfsache wurde. Wir hatten immer weniger Mut“, befand der Cheftrainer nach dem Spielende gegen Essen. Froh, am Sonntag direkt wieder antreten zu können, konnte dort ein Sieg eingefahren werden. Bestens hielt sich die Mannschaft im Spiel, schaffte es, durch eine intensive Abwehr das Spiel offen zu gestalten. Rückstände verunsicherten nicht wie noch in Essen, man glich aus und konnte das Spiel gegen die Nordlichter für sich entscheiden. Besonders gute Leistungen erbrachten Jan-Lars Gaubatz im Angriff und Sören Kress, der auf der Mitte die Regie führte.

Durch den Erfolg in Schwartau verlässt der VfL die zwischenzeitlich eingenommene Position auf den Abstiegsrängen. Mit 11:15-Punkten stehen die Grün-Gelben nun auf dem 14. Tabellenplatz. Fünf Siege, ein Unentschieden und sieben Niederlagen stehen momentan auf dem Konto der Volmestädter.

Kein leichter Gegner

Jetzt geht es am Samstag, 17. November, um 20 Uhr zu Hause in der Krollmann-Arena am Ischeland gegen den TV Großwallstadt. Das Team von Flo Bauer bekleidet derzeit den 17. Tabellenplatz und befindet sich damit mittenmang im Abstiegskampf. Nur drei gewonnene Spiele stehen zu Buche, sieben Niederlagen und drei Unentschieden stehen dem gegenüber. Und trotzdem wird der Aufsteiger kein leichter Gegner sein. Hohes Spieltempo und Dauerdruck zeichnet die Großwallstädter aus, die ihren 9:17-Punktestand unbedingt verbessern wollen.

Die Mannschaft vom TV Großwallstadt
Sind am Samstag am Ischeland zu Gast – das Team vom TV Großwallstadt. (Foto: TV Großwallstadt)

Mannschaftsgeist

Die Spiele der Großwallstädter am Doppelspielwochenende gingen verloren – sowohl gegen den aktuellen Tabellenführer Coburg als auch gegen Aue kassierte der TV eine deutliche Niederlage, zeigte aber Mannschaftsgeist.

Spiel gegen Traditionsverein

„Großwallstadt ist natürlich ein Traditionsverein“, erklärt Hagens Sportdirektor Michael Stock, „der in Handball-Europa einen tollen Namen hat. Sie stehen zwar zurzeit auf einem Abstiegsplatz, haben aber bisher eine gute Saison hingelegt. Denn von Platz 8 bis zum ersten Abstiegplatz ist es eng und nur ein Spieltag kann alles durcheinanderwirbeln.“ Stock schätzt Großwallstadt als kampfsstarke Mannschaft ein, die durchaus jeden schlagen kann.

Sieg Zuhause?

„Ich erwarte ein enges Spiel auf Augenhöhe“, erklärt er im Hinblick auf Samstag und hofft auf den Heimvorteil, der in der letzten Zeit nicht so oft ausgespielt wurde. „Wir wollen und müssen daheim punkten. Ich hoffe, dass wir aus dem Sieg des letzten Spiels genug Selbstvertrauen hinüberretten können.“

Trainer Nils Pfannenschmidt ergänzt: „Gegen Lübeck zu gewinnen, war wichtig für den Kopf und ein gutes Gefühl. Wichtig ist es jetzt, uns und den Fans am Ischeland zu zeigen, dass wir auch in der Lage sind, Heimspiele zu gewinnen. Wir müssen unsere direkten Ligakonkurrenten auf Abstand halten und in der Tabelle weiter nach oben kommen.“

Fit ist das Team von Niels Pfannenschmidt und wäre damit durchaus in der Lage, einen doppelten Punktgewinn zu holen. „Wir müssen unsere Fehlerzahl reduzieren, dann klappt das auch“, ist er zuversichtlich.

Die Mannschaft von Eintracht Hagen
Wollen gegen den TV Großwallstadt zuhause einen Sieg einfahren: Die „Jungs“ von Eintracht Hagen.
(Foto: Eintracht Hagen)