Kangaroos landen auf Platz drei beim NOMA-Cup

(Foto: Daniela Fett)

Iserlohn. Beim 8. NOMA-Cup gab es am Samstag und Sonntag vier Spiele, die allen Teams aufschlussreiche Erkenntnisse gebracht haben. Im ersten Halbfinale setzten sich die ProA-Basketballer des Schalke 04 mit 76:62 (10:16, 14:15, 21:15, 31:16) gegen die Depant Gießen 46ers Rackelos (ProB) durch. Die Rackelos machten den Schalkern das Leben lange Zeit schwer. Drei Viertel lang präsentierte sich das Team um Ex-Nationalspieler Johannes Lischka (16 Punkte, 8 Rebounds) auf Augenhöhe. Erst im Schlussabschnitt schafften es die Königsblauen, das Team aus dem ProB-Süden zu distanzieren. Maßgeblichen Anteil daran hatte Schalkes Center Adam Touray, der den Großteil seiner 16 Zähler in den letzten zehn Minuten erzielte.

Torbica-Team unterliegt nach Verlängerung

Hauchdünn verpassten die Iserlohn Kangaroos gegen die klassenhöheren Unibaskets Paderborn nach Verlängerung unglücklich mit 84:90 (10:25, 26:17, 13:22, 30:15, 5:11) den Finaleinzug. Im ersten Viertel lief für die Hausherren nicht wirklich viel zusammen. Nur zwei von elf Versuchen aus dem Feld fanden ihren Weg in den gegnerischen Korb. Doch die Kangaroos steckten trotz des Defizits nicht auf, kämpften sich beeindruckend zurück in die Partie – und ließen sich auch von einem durchwachsenen dritten Viertel nicht aus der Bahn werfen.
Punkt um Punkt verkürzten sie den Rückstand im vierten Viertel. Und sechs Sekunden vor dem Ende war es Kristof Schwarz, der die Partie mit einem verwandelten Dreier in die Verlängerung schickte. In den fünf Extra-Minuten waren die Paderborner ein Stückchen cleverer. Entsprechend fiel auch das Fazit von Kangaroos-Coach
Dragan Torbica aus: „Wir haben das Spiel verloren, weil das erste Viertel nicht unseren Ansprüchen gerecht wurde. Insgesamt muss man der Mannschaft jedoch zugutehalten, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt hat. Natürlich gibt es noch viele Dinge, die wir optimieren müssen, aber auch gegen Paderborn haben wir viele gute Ansätze gezeigt!“

Und diese guten Ansätze zeigten die Kangaroos im Spiel um Platz drei am Sonntagmorgen gegen die Gießener ProB-Ligisten, als die Iserlohner bereits nach knapp fünf Minuten mit 17:8 in Führung lagen. Die Gießener kamen zwar nochmals zurück, aber insgesamt hatten die Gastgeber das Spiel permanent unter Kontrolle und zeigten phasenweise sehr guten Basketball. Die engagierte Defense der Kangaroos sorgte einerseits für viele Punkte aus dem Fast Break Spiel und das teamorientierte Passspiel für eine überragende Trefferquote aus dem 3er-Bereich (40 Prozent).
Am Ende stand ein klares 90:75 auf der Anzeigentafel und bei den Kangaroos war man erfreut, dass erstmals alle Spieler am Wochenende zur Verfügung standen. Hervorzuheben ist sicherlich das Comeback von Viktor Ziring, der in seinen ersten 14 Minuten Einsatzzeit nach seiner Knie-OP auf erstaunliche 9 Punkte/3 Rebounds / 3 Assists und einen Steal kam.

„Insgesamt sind wir mit dem Wochenende sehr zufrieden und haben gesehen, dass wir in diesem Jahr bereits weiter sind, als noch vor der vergangene Saison“ gibt sich Trainer Torbica zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs.

Im Finale waren die beiden ProA Ligisten unter sich und konnten in einem von der Defense geprägten Spiel keine basketballerischen Highlights setzen. Am Ende gewann Schalke 04 mit 63:57 gegen die Unibaskets Paderborn. Da sich beide Teams bereits am ersten Spieltag in der ProA gegenüberstehen, wollte keiner der Trainer seine Karten auf den Tisch legen.


Iserlohn Kangaroos: Mallory (17 Punkte gegen Paderborn/17 gegen Gießen), Ziring (0/9), De Oliveira (8/18), Kristof Schwarz (6/0), Malte Schwarz (6/12), Joshua Dahmen (8/13), Khartchenkov (13/9), Buss (6) / 0), Raadik (7/8), Ruben Dahmen (9/4), Krumme (4/0)