Hagen. Platz 10 ist es am Ende in der ProA-Tabelle geworden – eine Platzierung, die die Basketballer von Phoenix Hagen sicher nicht zufrieden stellt.

Das frühe Saisonende schmerzt das Team natürlich sehr. „Die Jungs und ich haben wirklich bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir die Playoffs noch schaffen. Das ist wirklich eine herbe Enttäuschung und bedarf eines Verdauungsprozesses, der sicher länger als 4 oder 5 Tage braucht“, erklärte Headcoach Chris Harris enttäuscht. Und auch Geschäftsführer Patrick Seidel bemerkte: „Das Ganze fühlt sich jetzt natürlich nicht gut an. Wir gehen aus der Saison heraus und haben nicht zu 100 Prozent das erreicht, was wir uns vorgenommen haben.“

Niederlage in Heidelberg

Mit Wut im Bauch und voller Konzentration ging es im letzten Spiel nach Heidelberg. Nachdem die erste Halbzeit auf Augenhöhe verlief und mit einem knappen 40:41-Rückstand für Phoenix endete, sicherten sich die Heidelberger in der zweiten Spielhälfte nicht nur den Sieg, sondern auch das Heimrecht für die Playoffs. Für Phoenix Hagen endete die Saison mit einer 66:87-Auswärtsniederlage. Chris Harris konstatierte dann auch: „Gratulation zum verdienten Sieg und zum zweiten Platz. Wahnsinn, was Heidelberg heute vor allem in der zweiten Halbzeit abgeliefert hat. Ich bin nichtsdestotrotz stolz auf meine Jungs und darauf, dass sie sich noch so präsentiert haben. Die Liga war verrückt in dieser Saison, wir haben ganz oben gestanden und ganz unten und auch auf jedem Platz dazwischen. Ich wünsche Heidelberg viel Erfolg für die Playoffs.“

Damit endete die Siegesserie auswärts, bei der die Mannschaft noch einmal den mitgereisten Fans einen starken Auftritt zeigte. Ganz anders zuhause: Alle Heimspiele gingen 2019 verloren, die letztlich einen Playoff-Platz kosteten.

Phoenix Hagen - Alex Nolte und Tobit Schneider
„Dreamtrainerteam“ als Übergangslösung für wenige Spiele im letzten Jahr: Alex Nolte (l.) und Tobit Schneider.(Foto: Jörg Laube)

Eine Saison voller Höhen und Tiefen. Sicherlich den Fans in Erinnerung geblieben, ist die Zeit mit Interimscoach Tobit Schneider, der mit Alex Nolte nach dem Rausschmiss von Kevin Magdowski an der Seitenlinie stand und einen Sieg nach dem anderen ablieferte. Chris Harris übernahm dann als neuer Coach im November die Feuervögel.

Er wird das Team auch in der kommenden Saison weiterführen und sich seine Mannschaft zusammenstellen. Erste Gespräche werden bereits in dieser Woche geführt, zumindest mit den altbekannten Hasen. Joel Aminu und Dominik Spohr bleiben in jedem Fall, ihr Vertrag läuft noch ein Jahr.

Auch Kris Davis soll gehalten werden, ein Angebot wurde ihm bereits vor dem Spiel gegen Heidelberg unterbreitet. Wer ab der neuen Saison auf dem heimischen Parkett steht, das ist allerdings spekulative Zukunftsmusik.

Patrick Seidel: „Generell müssen wir in diesem Jahr aber ein wenig mehr Geduld haben als im letzten, was Vertragsabschlüsse angeht.“

Playoff-Start

Die Playoffs starten übrigens am kommenden Samstag, 6. April, mit den folgenden Begegnungen: Chemnitz – PS Karlsruhe; Nürnberg Falcons – Gladiators Trier; Academics Heidelberg – Ehingen Urspring; Hamburg Towers – Rostock.

Wiedersehen

Noch haben die Phoenix-Fans aber eine Möglichkeit, ihre Mannschaft zu erleben. Das Saisonende wird traditionell gefeiert: am Samstag, 6. April, ab 21 Uhr im Capitol, Dödterstraße. Es gibt Musik und das Basketballteam zu Gast.

Mit Günther

Ein besonderes Bonbon gibt es für den Nachwuchs: Per Günther ist Stargast als Gast-Coach beim Phoenix-Leistungscamp. Der Nationalspieler, Hagener, Ex-Feuervogel und Ulmer Bundesliga-Spieler wird beim Camp vom 23. bis 26. Juli vor Ort sein und mit dem Profi-­Nachwuchs an Skills und Technik arbeiten.

Per hat seine Basketball-Wurzeln genau wie sein Vater Dietmar und seine Brüder Philip und Jasper in Hagen. Im Sommer stattet er der Heimat wieder einmal einen Besuch ab und lässt sich das erste große Phoenix-Hagen-Leistungscamp natürlich nicht entgehen.

Wer noch nicht angemeldet ist, kann unter www.phoenix-­hagen.de/jugend/camps/leistungscamp das Anmeldeformular herunterladen. Trainiert wird an drei Tagen von 10 bis 16 Uhr.