Hagen. Auch im letzten Heimspiel der Saison konnte Phoenix Hagen die Heimschwäche nicht besiegen: Die Feuervögel verloren gegen die Rostock Seawolves mit 77:87. Damit sind die Playoffs nicht mehr zu erreichen. Denn die direkten Gegner leisteten sich am Wochenende keinen Patzer. Das Ende einer Saison voller Höhen und Tiefen.

Dabei hatte das Spiel gut begonnen, der Wille, die Partie für sich zu entscheiden, war durchaus da. Beide Mannschaften begegneten sich zu Beginn auf Augenhöhe, rasant und hoch war das Tempo. Die Hagener führten immer wieder knapp, doch die starken Rostocker, besonders Ex-Hagener Yannick Anzuluni (25 Punkte), hatten stets eine Antwort in der Jagd um die Körbe. Es blieb hart umgekämpft und spannend bis zum Schluss – mit einem glücklicheren Ende für die Gäste.

Freiwurfquote passt nicht

Warum es ausgerechnet Zuhause nicht klappt? Chris Harris, der im November 2018 von Kevin Magdowski und Interimscoach Tobit Schneider das Team übernahm, rätselt weiterhin. Gegen Rostock summierten sich erneut viele kleine Fehler, wichtige Punkte die am Ende fehlten: Freiwürfe und Drei-Punkte Versuche, die ihr Ziel nicht fanden, unnötige Ballverluste. Besser hätte das Wochenende nicht laufen könne, resümierten dagegen die Rostocker.

Bereits am Samstag erfuhren sie, dass sie sicher auf den Playoff-Zug aufgesprungen sind. Während die Hagener sich mit hängenden Schultern und einem Banner bei ihren Fans für den stetigen Support bedankten. Geschäftsführer Patrick Seidel war natürlich enttäuscht: „Das Ganze fühlt sich jetzt natürlich nicht gut an. Wir gehen aus der Saison heraus und haben nicht zu 100 Prozent das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Positiv ist aber die Entwicklung in der Bürorganisation und im Sponsoring. Da gehen wir definitiv stärker aus der Saison als zuvor.“

Die sieben Mal in Folge verlorenen Heimspiele waren natürlich das Zünglein an der Waage: „In den Spielen selbst haben wir klar Chancen und Würfe liegen lassen. Mit drei Siegen mehr wären wir jetzt Tabellenfünfter und die Welt würde ganz anders aussehen,“ erklärt Seidel.

Das sich in Zukunft etwas ändern muss, um in der nächsten Saison wieder oben mitzuspielen, wissen die Verantwortlichen. Seidel: „Erste Abschlussgespräche werden erst in der Woche nach dem Auswärtsspiel in Heidelberg stattfinden. Kris Davis haben wir bereits einen Vertrag angeboten. Er wird sich aber sicher gemeinsam mit seinem Agenten noch etwas Zeit nehmen um den Markt und die Lage zu sondieren. Joel Aminu, Dominik Spohr und Chris Harris stehen ja sowieso noch unter Vertrag. Generell müssen wir in diesem Jahr aber ein wenig mehr Geduld haben als im letzten, was Vertragsabschlüsse angeht.“

Letztes Spiel in Heidelberg

Die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik gibt es im letzten Spiel am 30. März um 19.30 Uhr in Heidelberg. Trainer Chris Harris macht der Mannschaft und den Fans Mut: „Unsere Stärke ist unser Charakter und unsere Chemie. Die Jungs werden sich auf eine gute Weise voneinander verabschieden wollen. Die tun alles, um in Heidelberg noch einmal ordentlich abzuliefern. Da sehe ich kein Motivationsproblem.“