Das kommt 2018 auf die Autofahrer zu, Teil 2

Ab 1. September 2018 müssen neu zugelassene PKW „systematisch“ gegen Manipulation des Kilometerstandes geschützt sein.(Foto: sma/pixelio.de)

(KS/tau) Mit dem neuen Jahr treten auch einige neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer in Kraft. Hier die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick, Teil 2.

Weitere Steuerbegünstigungen für Autogas (LPG = Liquefied Petroleum Gas) zum 1. Januar 2018: Autofahrer mit Autogas-Fahrzeugen profitieren auch 2018 von günstigen Gaspreisen, nachdem ein Auslaufen der steuerlichen Vorteile abgewendet werden konnte. So soll LPG noch bis 2022 von einer vergünstigten Energiesteuer profitieren.

„eCall“ für alle Neuwagen zum 1. April 2018: Ab April wird der Einbau eines „eCall“-Systems bei Neuwagen Pflicht. Das automatische Notrufsystem löst bei einem Unfall automatisch einen 112-Notruf europaweit aus und leitet die Unfallhelfer direkt zum Unfallort.

Als Daten werden beispielsweise der Standort und Zeitpunkt des Unfalls nebst Anzahl der Insassen und Art des Treibstoffes übermittelt.

Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen zum 1. Juli 2018: Nach der Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes 2016 wird ab 1. Juli auf rund 40.000 Kilometern Bundesstraße eine LKW-Maut erhoben.

Betroffen sind Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen. Davon ausgenommen sind landwirtschaftliche Zugmaschinen mit und ohne Anhänger.

Neuberechnung der Kfz-Steuer zum 1. September 2018: Ab dem genannten Stichtag wird die Kfz-Steuer nach den im WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure)-Zyklus ermittelten Werten berechnet. So soll dieses Verfahren realitätsnähere Werte liefern als der bisherige NEFZ (Neue Europäische Fahrzyklus).

Das Bundesfinanzministerium rechnet mit deutlich höheren Kfz-Steuern; Insider vermuten einen Anstieg um durchschnittlich 20 Prozent.

Neue Schadstoffklasse für Neufahrzeuge zum 1. September 2018: Ab September müssen alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Entsprechend werden viele Benziner mit Direkteinspritzung einen Partikelfilter (OPF = Otto-Partikelfilter) bekommen, um diese Rußpartikelgrenzwerte einhalten zu können. Auch das Gros der Diesel wird die neuen Stickoxid-Grenzwerte nur mit einer SCR-Abgasreinigungsanlage (AdBlue) einhalten können.

„Systematischer“ Schutz von Neufahrzeugen gegen Manipulation des Kilometerstandes zum 1. September 2018: Neue Fahrzeugmodelle müssen seit 1. September 2017 „systematisch“ gegen Manipulation des Kilometerstandes geschützt werden; ab 1. September 2018 gilt dies für die Erstzulassung neuer Pkw.

EuroNCAP verschärft Prüfbedingung ab 2018: Die Verbraucherschutzorganisation EuroNCAP wird ab 2018 die Anforderungen für Crashtests verschärfen. Im Zuge dessen werden auch Notbremssysteme, die auf Radfahrer reagieren, berücksichtigt.

Höher gesetzt werden künftig zudem die Messlatten für die Bewertung von Spurhalte-­Assistenten.

Neue Regeln für Fahrrad­anhänger ab 2018: Für Fahrradanhänger, die breiter als 60 Zentimeter sind, gelten ab 2018 strengere Regeln. So benötigen diese künftig zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite und zwei rote Reflektoren der Kategorie „Z“ an der Rückseite. Vorgeschrieben ist zudem eine rote Rückleuchte, wenn der Anhänger die Hälfe des Fahrradrücklichts verdeckt. Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich auch an der vorderen linken Ecke eine Frontleuchte installiert werden.

Neues Verkehrsschild für Pedelecfahrer und Verhaltensregeln ab 2018: Pedelecs, die bis Tempo 25 elektrisch fahren und getreten werden können, sind seit 2017 auch auf Radwegen erlaubt. Kenntlich gemacht wird dies mit dem neuen Verkehrsschild „E-Bikes“. Davon ausgenommen sind die schnelleren S-Pedelecs, die mit elektrischer Unterstützung bis zu 45 km/h schnell sein können. Vorsicht ist geboten bei der Definition Pedelec und E-Bike. Allein das neue Verkehrsschild ist hier nicht klar genug.

Lesen Sie auch Teil 1.