Das bereits 1962 eingeführte Halogenlicht ist nach wie vor das am meisten verbreitete Autolicht in Deutschland. Trotz neuer, deutlich teurerer Lichttechnik wie Xenon und LED sind immer noch knapp 70 Prozent aller Neuzulassungen mit Halogen ausgerüstet, berichtet „AUTOStraßenverkehr“.

Halogen-Leuchten sind günstig für die Hersteller, aber auch für die Autofahrer, die eine Leuchte austauschen müssen. Nach Aussage von Ingolf Schneider, Leiter der Lichtentwicklung bei Opel in Rüsselsheim „wird uns Halogenlicht noch auf Jahrzehnte begleiten. Es ist die günstigste Variante, Licht zu haben“, sagte Schneider der Zeitschrift AUTOStraßenverkehr.

Und doch gewinnen Xenon- und moderne LED-Systeme Marktanteile, während die Industrie schon die nächste Generation entwickelt. So arbeitet Hella „an digitalen Lichtsystemen mit sogenannten High-Definition-Scheinwerfern, die mit höherer Auflösung und softwarebasierter Lichtsteuerung eine Vielzahl neuer Funktionen realisieren können“, so Michael Kleinkes, Leiter der Entwicklung Lichttechnik bei Hella.

Leitlinien darstellen

Wie so etwas aussieht, zeigt Daimler beim nächsten Maybach mit Digital Light, das situationsgerecht Symbole in HD-Qualität auf die Fahrbahn projizieren und exakte Leitlinien darstellen kann, etwa auf schmalen Straßen ohne Markierungen. Auch Warnhinweise wie das Schneeflockensymbol oder andere Piktogramme kann das Maybach-Licht künftig auf die Straße werfen, um den Fahrer zu warnen.

(Foto: Dominik Pöpping/pixelio.de)