Lesewinter: „Alle anderen können einpacken“

Hagen. Dieses Weihnachten wird alles anders oder vielleicht doch nicht? Eigentlich freut sich Bastian auf die Weihnachtsfeiertage, bei denen er seine Eltern besucht, wäre da nicht vorher noch eine kleine Beichte abzulegen. Er hat eine neue Freundin, bei deren Eltern er Heiligabend verbringen will oder muss. Doch bevor er mit der Hiobsbotschaft rausrücken kann, passieren einige andere unvorhergesehene Dinge: Plötzlich kommen an den Feiertagen doch mehr Gäste als geplant: sein betagter Großvater kün­digt sich nebst seiner Lebensgefährtin und einem unbekannten Chauffeur an und auch sein Bruder mit Ehefrau und Sohn will das Weihnachtsfest mit der ganzen Familie in dem kleinen Reihenhaus der Eltern verbringen.
Zu allem Übel beschädigt Bastian auch noch das Auto seines künftigen Schwiegervaters, der senile Opa kommt ins Krankenhaus und und und.

Pannen ohne Ende gibt es in dem Buch „Alle anderen können einpacken“ von Christian Pokerbeats Huber (erschienen im Rowohlt-Verlag, ISBN 978-3-499-63419-2). Das am Ende doch alles gut wird, ist klar, schließlich ist Weihnachten und alle liegen sich zum guten Schluss vor „Schnapsseligkeit“ in den Armen. Frohe Weihnachten oder „Is bessa“ – wie Chauffeur und Automechaniker Eric sagen würde.

Die Geschichte wirft einen heiteren, besinnlichen und ironischen Blick auf die Alltagsbegebenheiten rund um das Fest der Feste. Egal, ob es um den übervollen und fast ausverkauften Discounter um die Ecke geht, das Wiedersehen mit alten Schulfreunden, der Musikbeitrag unterm Baum oder das Einpacken von Geschenken – der Autor nimmt alles aufs Korn, was ein Normalbürger eben auch erleben könnte. Nur, dass es den Protagonisten in geballter Form trifft.

Amüsantes Werk

Das Werk ist im Gegensatz zu manchem Weihnachtsmenü eine amüsant und leicht zu lesende Kost für zwischendurch, über die Weihnachtsfeiertage und gerne auch danach.

 

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