Mit Schmackes

Neues Jahr, neues Glück? – Vielleicht.

Vielleicht naht aber eben auch das dicke Ende. Immerhin hat das neue Jahr ab Montag 365 Tage Zeit, sich von seiner finstersten Seite zu zeigen. Und es könnte richtig übel kommen. Donald Trump oder Kim Jong Un können nicht mehr kommen – die sind ja schon da. Aber was die beiden noch so alles anstellen werden in den nächsten zwölf Monaten, will ich mir lieber noch gar nicht vorstellen. Der eine schickt fröhlich Raketen durch die Atmosphäre, als wäre ständig Silvester. Der andere hat seinen nervösen Twitter-Zeigefinger einfach viel zu nah am berühmten roten Knopf.

Global droht die Erderwärmung. Vielleicht haben wir die letzten Eisbären bald im Vorgarten stehen oder Riesen-Tsunamis ergießen sich von der Nordseeküste bis runter nach Münster. Die Bienen könnten endgültig ihr letztes „Sumsebrumm“ aushauchen. Das könnte sich bis Afrika herumsprechen und vielleicht die malaria-behafteten Tsetse-Fliegen dazu animieren, nach Europa umzuziehen.

Rein wirtschaftlich könnte sich bald die Schere zwischen Arm und Reich so weit auftun, dass sie uns ganz nach hinten umklappt und wir uns als Gesamt-Gesellschaft fies geschnitten haben. Außerdem könnte der Benzinpreis komplett durch die Decke gehen. Das Rentensystem könnte uns gänzlich um die Ohren fliegen. Die Terroristen könnten drauf kommen, wie effektiv es wäre, statt großer Veranstaltungen lieber die ganz kleinen auf dem Lande hoch zu sprengen.

Und privat? – Der Laptop könnte endgültig seinen Geist aufgeben und unsere hunderttausend Fotos mit ins digitale Grab nehmen. Uns könnte die gute Laune vergehen. Unser Geld könnte sich schneller verbrauchen, als wir nachzudrucken im Stande sind. Unser völlig verfetteter Kater könnte tatsächlich das tun, womit alle Nachbarn längst rechnen: Platzen!

Es könnte eines Morgens plötzlich einfach nicht mehr hell werden, so wie schon im gesamten Dezember. Es könnte uns gar der ganze Himmel auf den Kopf fallen. Denn, das weiß jeder Philosoph: nichts ist so schlimm, als dass es nicht noch schlimmer kommen könnte.

Aber keine Panik, Mark Twain hilft. Der Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn sagt: Es hat in meinem Leben schon so viele Katastrophen gegeben. – Aber nur einige wenige davon sind auch tatsächlich passiert.

Schönen Sonntag und nun mit Optimismus und Schmackes: „Alles Gute für 2018!“