Tilo: Viele Fragen

Man muss sich das von den Verkehrsbehörden im Westen Hagens verursachte Tohuwabohu noch einmal rundum vor Augen führen: Zunächst wird nahe Haspe die A1 baulich in Angriff genommen – inklusive der monatelangen Sperrung von Auffahrten. Dann wird fast gleichzeitig die frühere B7, also die Umleitungsstrecke der Autobahn, in Haspe-Westerbauer überarbeitet – ebenfalls mit monatelangen Sperrungen. Dann sollte auch noch mitten in Haspe die Swolinzkystraße gesperrt werden – wahrscheinlich mit dem Ziel, das Chaos im Tal der Ennepe endgültig perfekt zu machen.

Tilo könnte sich über eine derartig planerische Misswirtschaft, die unglaublich viel Nerven und Zeit kostet und wahnsinnige Mengen an CO2 verursacht, stundenlang aufregen. Aber das überlässt er lieber dem Hasper Wk-Leser Peter Schiemann. Der schreibt:

„Ich frage mich, welchen Grad der Inkompetez haben wir eigentlich erreicht? Wenn solche Umbaumaßnahmen geplant werden, setzt man sich nicht mit allen in Frage kommenden Partnern, Firmen und Behörden zusammen? Wenn es schon gar nicht anders geht und die Maßnahme nicht verschoben werden kann, dann muss man zumindest dafür sorgen, dass alles richtig ausgeschildert wird und die Polizei den Autostrom richtig regelt. Ich musste mich am ersten Tag der Baustelle auf der Enneper Straße von Wuppertal kommend eine Stunde lang durch die engen Straßen am Quambusch quetschen, zusammen mit LKW, die ebenfalls durch die Siedlung fahren wollten.

Frage: Warum ist die Martinstraße nicht zweispurig an der Kreuzung mit der Enneper Straße für die Rechtsabbieger befahrbar und die Ampelanlage für die Fahrenden länger geschaltet? Das hätte zur Folge, dass der Rückstau nicht – wie oft nachmittags – bis an die Asker Straße reicht.

Zweite Frage: Warum hat man die Straßen am Quambusch nicht rechtzeitig für den LKW-Verkehr gesperrt, die kommen schließlich dort nicht durch (Parkplätze mal links, mal rechts an der Straße)?

Dritte Frage: Wo waren die Schilder, dass man über die Nordstraße kommend in Richtung Haspe nicht abbiegen kann? Viele fuhren bis zu der Ampel (die hätte ebenfalls umprogrammiert werden müssen), um festzustellen, dass es dort nicht normal weiterging.
Es ist doch alles Irrsinn! Wer trägt bitte hierfür die Veranwortung? Ist derjenige selbst kein Autofahrer?

Die Situation, die man uns Haspern für die nächsten Monate hier ‚erschaffen‘ hat, ist aber nicht nur ärgerlich, sondern steht in völligem Widerspruch zu den Umweltzielen, die wir alle erreichen wollen.“

Recht hat er, der Herr Schiemann. Wer hat hier so „beknackt“ geplant?
Immerhin haben die Planer aus dem Chaos der vergangenen Tage ein kleines bisschen gelernt und die Sperrung der Swolinzkystraße vorerst verschoben.

Da sage noch einer, Beamte seien nicht lernfähig.

Tilo